Die Sirene des Körpers - Folge 73 - Supplements

Shownotes

Pierre Bohn - Personal Trainer Medical Fitness, Mental Health Coach, Ernährungsberater Website: www.medical-fit.com

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Transkript anzeigen

00:00:05: In der letzten Folge haben wir uns eure Fragen rund um den Fettstoffwechsel angeschaut und dabei tiefer verstanden, wie unterschiedlich der Körper auf bestimmte Reize reagieren kann.

00:00:33: Wir haben darüber gesprochen, warum manche trotz gesunder Ernährung weiter abnehmen.

00:00:37: Welchen Einflusshormone zum Beispiel in den Wechseljahren auf den Stoffwechsel haben?

00:00:41: Was im Körper bei der Ketose wirklich passiert und wie Themen wir intermittieren des Fasten oder sogar die Reihenfolge beim Essen unsere Energie und unseren Blutzucker beeinflussen können.

00:00:52: Und vielleicht war das Wichtigste aus dieser Folge, dass der Körper kein starres System ist sondern ständig reagiert auf das was wir ihm geben und auf das, was wir ihn vielleicht auch nicht geben.

00:01:03: Und genau an diesem Punkt knüpfen wir heute auch wieder an!

00:01:13: Mich hat schon nach der Folge Metabolische Balance eine Frage erreicht, die ich sehr spannend fand und die auch ziemlich exemplarisch ist für ein Thema das viele beschäftigt.

00:01:22: Es ging konkret um Vitamin D-III zum Beispiel wie sinnvoll ist die Supplementierung?

00:01:28: welche Werte sind wirklich erstrebenswert?

00:01:30: Und wie verhält sich das Ganze im Sonner also mit Sonne Sonnencreme und natürliche Aufnahme?

00:01:37: Und genau bei solchen Fragen merkt man schnell, es geht nicht nur um ein einzelnes Supplement sondern um ein viel größeres Thema dahinter.

00:01:46: Ich hatte ja bereits angekündigt dass ich das Thema Supplements nicht einfach nebenbei beantworten möchte, sondern ihm bewusst eine eigene Folge widme weil es eben nicht nur Umnehmen oder Nicht nehmen geht sondern darum zu verstehen was im Körper tatsächlich passiert Und genau deshalb greife ich diese Frage heute auf.

00:02:05: Gerade jetzt, wo wir uns in Richtung Sommer bewegen ist das Thema aktueller denn je nicht nur Vitamin D III sondern auch einige andere aus meiner Sicht wichtige Supplements.

00:02:16: Vollständig wird das Ganze heute sicher nicht aber wir schauen uns ein paar zentrale Themen genauer an und bringen etwas Klarheit in das was oft sehr oberflächlich diskutiert wird.

00:02:35: Wir haben viel über den Körper gesprochen, heute geht es um das was wir ihm von außen zuführen und bevor wir darüber sprechen welches Supplements sinnvoll sind oder wann sie überhaupt eine Rolle spielen ist eine Frage ganz entscheidend.

00:02:49: Was sind Supplements eigentlich wirklich?

00:02:53: Denn oft werden Sie entweder überschätzt als schnelle Lösung für alles oder komplett unterschätzten.

00:03:00: Wenn man es sauber einordnet, dann sind Supplements weder Magie noch eine Abkürzung.

00:03:06: Sie sind auch kein Ersatz für Ernährung, Schlaf oder einen funktionierenden Alltag.

00:03:11: Im Kern sind sie etwas sehr einfaches – eine gezielte Ergänzung physiologischer Prozesse im Körper.

00:03:19: Das bedeutet, sie greifen in Abläufe ein die ohnehin schon existieren.

00:03:24: Sie können unterstützen verstärken oder im Fall eines Mangels ausgleichen Aber sie erschaffen nichts Neues und genau deshalb ist es wichtig, Sie richtig einzuordnen.

00:03:36: Grundsätzlich kann man Supplements in drei Bereiche unterteilen.

00:03:40: Zum einen die Makronährstoffe also Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente.

00:03:45: Das sind Stoffe, die dein Körper für ganz grundlegende Funktionen braucht Für das Immunsystem, für Enzyme, für Zellprozesse.

00:03:53: Dann gibt es die Makrosupplements wie zum Beispiel Protein.

00:03:57: Das sind im Grunde keine klassischen Supplements, sondern Nährstoffe, die du auch über die Ernährung zuführst nur in konzentrierter Form.

00:04:06: und dann gibt es noch funktionelle Substanzen.

00:04:08: das sind Stoffe die gezielt bestimmte Prozesse beeinflussen können z.B.

00:04:12: Im Energiestoffwechsel oder bei Entzündungsreaktionen.

00:04:18: Und genau hier entsteht oft die Verwirrung, weil viele erwarten das ein Supplement etwas verändert ohne zu verstehen was im Körper überhaupt die Grundlage ist.

00:04:28: Deshalb ist die wichtige Kernaussage an dieser Stelle – Supplements ersetzen nichts!

00:04:35: Sie können Dinge verstärken sie können korrigieren aber sie können kein fehlendes Fundament kompensieren.

00:04:42: Wenn Ernährung, Schlafstress und Energiehaushalt nicht stimmen dann wird auch das beste Supplement nicht das Ergebnis bringen.

00:04:51: Und genau deshalb schauen wir im nächsten Schritt darauf wie man überhaupt erkennt wann der Körper wirklich Unterstützung braucht und vor allem auch wann nicht.

00:05:17: ob du diese Signale richtig einordnest oder vorschnell interpretierst.

00:05:22: Typische Signale kennen wir alle, du bist müde obwohl du genug geschlafen hast die Konzentration lässt nach Du hast Heißhunger oft ganz plötzlich oder du merkst, dass deine Regeneration nicht mehr so funktioniert wie sonst.

00:05:36: Und was passiert dann häufig?

00:05:38: Der erste Impuls ist oft mir fehlt bestimmt etwas.

00:05:41: also wird suplementiert Magnesium bei Müdigkeit, Vitamin D für Energie, irgendetwas für Fokus, Regenation und Leistungsfähigkeit.

00:05:51: Genau hier wird es spannend!

00:05:53: Denn diese Signale sind nicht automatisch ein Hinweis auf einen Mangel.

00:05:57: Sie sind in vielen Fällen erst einmal nur eines, eine Rückmeldung deines Systems und die Ursache liegt oft ganz woanders.

00:06:05: Zum Beispiel beim Schlaf – Nicht nur wie lange du schläfst sondern wie tief, wie regelmäßig, wie erholsam oder beim Stress.

00:06:13: ein dauerhaft erhöhtes Stresslevel verändert dein gesamtes hormonelles System, Cortisol Insulin, Nervensystem.

00:06:20: alles hängt zusammen.

00:06:22: Und auch die Ernährung spielt eine Rolle nicht nur was du ist sondern wann wie regelmäßig und wie dein Körper darauf reagiert – und ein Punkt der oft unterschätzt wird, der Energiehaushalt insgesamt!

00:06:34: Wenn dein Körper dauerhaft mehr verbraucht als er bekommt dann wird er Signale senden egal wie gesund du bist….

00:06:42: und genau hier liegt die entscheidende Differenz Du musst unterscheiden zwischen Symptom und Ursache.

00:06:49: Wir wissen alle, das Symptoms ist das was du spürst, Müdigkeit Heißhunger Unruhe fehlende Regeneration.

00:06:55: Die Ursache ist das, was im Hintergrund passiert.

00:06:59: Und wenn du nur das Symtom behandelst zum Beispiel mit einem Supplement ohne die Ursache zu verstehen dann wirst du kurzfristig vielleicht etwas verändern aber langfristig nichts lösen.

00:07:10: Genau das ist der Punkt an dem viele hängen bleiben Weil Supplements dann zu einer Art Antwort auf alles werden, anstatt gezielt eingesetzt zu werden wenn der Körper sie wirklich braucht.

00:07:22: Und deshalb ist die erste Frage eigentlich nicht welches Supplement brauche ich sondern warum sendet mein Körper gerade dieses Signal?

00:07:31: Und genau mit dieser Perspektive schauen wir uns jetzt an welche Supplements tatsächlich eine sinnvolle Rolle spielen können und was im Körper dabei eigentlich passiert.

00:07:49: Nehmen wir Protein.

00:07:50: Wenn du Protein zuführst, dann passiert nicht einfach Muskelaufbau.

00:07:54: das wäre viel zu simpel gedacht.

00:07:56: was tatsächlich passiert ist dass dein Körper aminosäuren zur Verfügung gestellt bekommt und diese Aminosäure sind im Grunde die Bausteine für Struktur und Funktionen.

00:08:06: Diese Bausteinen braucht ein Körper nicht nur für muskeln sondern für eine Vielzahl an Prozessen Für Enzyme für Hormone für Dein Immunsystem für Die Regeneration von Gewebe.

00:08:17: Protein ist also nicht Sporternährung, sondern eine Grundlage deines gesamten Systems.

00:08:24: Sobald du trainierst entstehen mechanische Spannungen in der Muskulatur.

00:08:28: Diese Spannung führen zu Mikroverletzungen und genau hier entscheidet der Körper repariere ich nur oder baue ich stärker wieder auf.

00:08:37: Und diese Entscheidung hängt stark davon ab ob genügend Aminosäuren vorhanden sind.

00:08:42: Der zentrale Schalter hier ist ein Signalweg namens M-Tor.

00:08:46: Dieser Signalweg reagiert, besonders sensibel auf eine bestimmte Aminosäure leutziehen.

00:08:52: Wenn genügend davon vorhanden ist bekommt der Körper ein Signalbauer auf.

00:08:57: Wenn nicht dann passiert etwas ganz anderes.

00:08:59: Dann bleibt dein Körper im Erhaltungsmodus oder sogar im Abbau und das ist der Punkt den viele unterschätzen.

00:09:08: Du kannst so viel trainieren wie du willst wenn das Material fehlt dann baut deinen Körper nicht auf Und das spürst du nicht immer direkt, es zeigt sich oft subtil.

00:09:18: Du stagnierst und regenerierst schlechter.

00:09:21: Du fühlst dich nach dem Training eher erschöpft als gestärkt.

00:09:25: Ein weiteres typisches Signal kann sein dass deine Muskulatur sich leer oder weich anfühlt obwohl du trainierst.

00:09:32: Oder kleine Verletzungen, Verspannungen oder sogar Infekte länger brauchen um abzuklingen.

00:09:38: Dein Körper kommt schlicht nicht hinterher weil ihm die Bausteine fehlen Und gleichzeitig passiert noch etwas anderes, Protein wirkt auf dein Sättigungssystem.

00:09:48: Wenn dein Körper zu wenig davon bekommt kann es sein dass du ständig ist nicht weil Du Energie brauchst sondern weil Dein Körper versucht an diese fehlenden Bausteine zu kommen.

00:09:59: Das ist dann dieser Moment wo Du eigentlich genug gegessen hast und trotzdem das Gefühl hast irgendetwas fehlt.

00:10:05: oft äußert sich das auch in Heißhunger auf eher herzhafte oder substanzielle Lebensmittel.

00:10:12: Der Körper sucht Struktur nicht Zucker.

00:10:16: Jetzt kommt eine Frage, die oft gestellt wird – kann man auch zu viel Protein zu sich nehmen?

00:10:21: Die Antwort ist ja!

00:10:23: Aber der Kontext ist entscheidend.

00:10:25: Der Körper hat keine unbegrenzte Fähigkeit, Proteinen sinnvollzunutzen.

00:10:29: Wenn deutlich mehr zugeführt wird als benötigt wird dann passiert folgendes….

00:10:35: Ein Teil der Aminosäuren wird zur Energiegewinnung genutzt.

00:10:38: Dafür müssen sie in der Leber umgewandelt werden, ein Prozess, das stickstofffrei setzt, der über die Niere ausgeschieden werden muss.

00:10:45: Das bedeutet einen dauerhaft sehr hoher Proteinkonsum kann den Stoffwechsel belasten vor allem Leber und Niere stärker beanspruchen insbesondere dann wenn gleichzeitig zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird.

00:10:58: Typische Symptome bei dauerhaft zu hoher Zufuhr können sein, Verdauungsprobleme, Völlegefühl manchmal auch ein Gefühl von Schwere oder Trägheit.

00:11:08: Wichtiger ist aber – zu viel Protein bringt dir keinen zusätzlichen Vorteil.

00:11:12: der Körpernutz nur das was er braucht, der Rest wird umgebaut.

00:11:16: und genau hier zeigt sich wieder das Prinzip es geht nicht um viel hilft viel sondern um das richtige Maß im richtigen Kontext.

00:11:25: Protein ist also kein Wundermittel Aber ein entscheidender Baustein und dein Körper zeigt dir relativ klar, ob er genug davon bekommt oder eben nicht.

00:11:44: Gehen wir eine Ebene tiefer zu Omega-III.

00:11:47: Hier sprechen wir nicht über Energie sondern über Struktur.

00:11:50: Omega-II Fettsäuren werden in deine Zellmembrane eingebaut Und diese Zellenmembranen sind nicht einfach nur Höhlen.

00:11:57: sie sind hochaktive Schnittstellen.

00:12:00: Hier wird entschieden, wie Zellen auf Signale reagieren.

00:12:04: Wie Hormone wirken?

00:12:05: Wie Entzündungsprozesse ablaufen?

00:12:08: Wenn ausreichend Omega-III vorhanden ist, werden diese Membran flexibler.

00:12:13: Signale werden sauberer übertragen.

00:12:15: Prozesse laufen effizienter ab.

00:12:18: Wenn es fehlt, wird die Membrans starrer.

00:12:21: Die Kommunikation zwischen Zellen wird ungenauer.

00:12:25: Und jetzt wird es spannend.

00:12:26: Dein Körper arbeitet ständig mit Entzündungsprozessen.

00:12:30: Nicht nur bei Krankheit, sondern auch im Alltag nach Training, Stress und Belastung.

00:12:37: Omega-III wirkt hier wie ein Regulator – es beeinflusst sogenannte Eikosanoide.

00:12:42: Das sind Botenstoffe die bestimmen, wie stark eine Entzindung abläuft.

00:12:48: Wenn du zu wenig Omega-II hast und gleichzeitig zu viel Omega-VI was bei den meisten Menschen heute der Fall ist dann verschiebt sich dieses Gleichgewicht.

00:12:58: Und genau dieses Verhältnis ist entscheidend!

00:13:00: Früher, Evolutionsbiologe schlag das Verhältnis von Omega-Sechs zu Omega-Drei ungefähr bei eins zu Eins bis zwei zu Eins.

00:13:10: Heute liegt es in der westlichen Ernährung oft bei Zehn zu eins bis zwanzig zu eins teilweise sogar deutlich höher.

00:13:20: Und in Studien sieht man sogar extremen, in manchen Populationen liegt dieses Verhältnis bei über dreißig zu Eins.

00:13:27: Das bedeutet Dein Körper bekommt permanent Signale in Richtung Entzündung aber viel zu wenig gegen Regulation und das merkst du oft nicht direkt als klassische Entzindung.

00:13:39: Es zeigt sich eher so Du regenerierst schlechter Du hast länger Muskelkater, dein Körper fühlt sich insgesamt schwerer oder weniger belastbar an.

00:13:48: Auch die Haut kann reagieren – oder du merkst dass kleine Entzündungen im Körper länger bestehen bleiben.

00:13:55: und auch mental kann das eine Rolle spielen, weniger Fokus, weniger Klarheit, schnellere mentale Erschöpfung Denn dein Gehirn besteht zu einem großen Teil aus genau diesen Fettsäuren.

00:14:06: Wenn die Qualität dieser Struktur leidet dann leidet auch die Funktion.

00:14:11: Und jetzt kommt noch eine wichtige Frage.

00:14:13: Bekommen wir heute überhaupt genug Omega-III über die Ernährung?

00:14:17: Die ehrliche Antwort ist in den meisten Fällen nein!

00:14:21: Aktuelle Daten zeigen, dass etwa siebzig Prozent der Menschen weltweit nicht ausreichend mit Omega-II Fettsäuren versorgt ist und gleichzeitig konsumieren die meisten deutlich zu viel Omega-VI vor allem durch industrielle Pflanzenöle verarbeitete Lebensmittelfertigprodukte.

00:14:39: Das Problem ist also nicht nur ein Mangel, sondern ein Ungleichgewicht.

00:14:43: Und genau dieses Ungleich Gewicht ist das eigentliche Thema.

00:14:47: Deshalb ist Omega-III eines der Supplements bei denen ich persönlich sehr klar bin.

00:14:51: Ich nehme täglich meine Extra Portion Nicht weil es ein Trend ist Sondern weil ich weiß dass sich über die Ernährung allein dieses Verhältnis nur schwer stabil halten kann.

00:15:02: Jetzt zur anderen Seite kann man zu viel Omega-III nehmen.

00:15:05: Auch hier gilt ja, theoretisch ist das möglich aber es braucht deutlich höhere Mengen.

00:15:11: Omega-II wirkt unter anderem blutverdünnend und beeinflusst die Gerinnung.

00:15:16: Bei sehr hohen Dosierungen kann das dazu führen dass die Blutgeringung verlangsamt wird.

00:15:21: Mögliche Symptome bei zu hoher Zufuhr können sein, erhöhte Neigung zu Blut ergüssen.

00:15:26: Verlängerte Blutungszeit in sehr hohen Mengen auch Verdauungsprobleme aber das passiert in der Regel nicht bei normalen Dosierungen sondern eher bei sehr sehr sehr hoch und langfristigen Einnahmen.

00:15:37: Wichtig ist auch hier zu wenig ist deutlich häufiger als Problem als zu viel.

00:15:43: Und vielleicht noch ein praktischer Gedanke.

00:15:45: Wenn du wirklich verstehen willst, wo du stehst kann es sinnvoll sein dieses Verhältnis einmal messen zu lassen zum Beispiel über den sogenannten Omega-III Index nicht um etwas zu optimieren sondern um zu sehen ob dein Körper überhaupt die Grundlage hat stabil zu arbeiten.

00:16:01: und genau wie bei Proteinen zeigt sich auch hier wieder das Prinzip Es geht nicht darum irgendetwas reinzugeben Sondern darum einen Gleichgewicht im Körper herzustellen dass heute bei den meisten Menschen verschoben ist.

00:16:21: Und dann kommen wir zu Vitamin D, ein Thema das oft extrem vereinfacht wird.

00:16:25: Vitamin D ist kein klassisches Vitamin.

00:16:27: es ist ein Hormon und das ist ein riesiger Unterschied.

00:16:31: Es wird in deiner Haut gebildet durch UVB Strahlung und dieser Prozess ist ziemlich klar ohne direkte UVB Strahlung keine.

00:16:39: Das bedeutet, wenn du hinter Glas sitzt passiert nichts.

00:16:43: Wenn du im Schatten bist, passiert deutlich weniger.

00:16:45: Wenn deine Haut bedeckt ist, passiert ebenfalls nichts.

00:16:49: und jetzt kommt der entscheidende Punkt denn viele unterschätzen Sonnencreme.

00:16:53: ein hoher Lichtschutzfaktor blockiert genau diese UVB Strahlung und zwar so effektiv dass die körpereigene Vitamin D Produktion fast komplett reduziert wird.

00:17:04: das ist kein viel leicht das ist physikalisch erklärbar.

00:17:08: In der Realität wird Sonnencreme oft nicht perfekt aufgetragen, deshalb kommt noch ein kleiner Teil durch.

00:17:13: Aber das ist kein verlässlicher Mechanismus.

00:17:16: Das heißt wenn du dich hauptsächlich im Innenraum auffällst die Sonne meidest oder konsequent Sonnenschutz nutzt dann kann dein Körper kaum Vitamin D produzieren.

00:17:27: und Vitamin D wirkt überall.

00:17:30: es beeinflusst deinen Immunsystem deine Muskelkraft deine Stimmung und vor allem Es wirkt auf die Genexpression.

00:17:39: Das bedeutet, es entscheidet mit darüber, welche Prozesse in deinem Körper überhaupt aktiv sind.

00:17:44: Fehlt Vitamin D?

00:17:46: Läuft dein System nicht optimal – oft ohne klare sofortige Symptome!

00:17:56: Ein Mangel zeigt sich selten eindeutig, sondern eher schleichend.

00:18:00: Du bist anfälliger für Infekte, du fühlst dich schneller erschöpft Deine Stimmung ist instabiler oder gedrückter.

00:18:07: Auch die Muskelkraft kann nachlassen Oder sich nicht richtig kraftvoll anführen.

00:18:12: Viel beschreiben ist als ein Gefühl von Ich funktioniere aber ich bin nicht in meiner vollen Energie.

00:18:19: Und jetzt kommt die andere Seite Die oft genauso unterschätzt wird.

00:18:22: Kann man zu viel Vitamin D haben?

00:18:24: Ja das ist möglich.

00:18:27: Vitamin D beeinflusst dem Kalziumstoffwechsel.

00:18:30: Wenn du dauerhaft zu hohe Mengen zuführst, kann es dazu führen dass zu viel Calcium im Blut vorhanden ist und das kann Auswirkungen haben.

00:18:38: Mögliche Symptome bei einer Überversorgung können sein Übelkeit oder Verdauungsprobleme vermehrter Durst, Müdigkeit trotz eigentlich ausreichender Versorgen in stärkeren Fällen auch Probleme im Bereich der Nieren.

00:18:52: Das passiert nicht durch die Sonne, denn ein Körper reguliert die körpereigene Produktion selbst.

00:18:57: Aber es kann passieren bei einer dauerhaft zu hohen Supplementierung und genau deshalb ist Vitamin D ein gutes Beispiel dafür wie wichtig Balance ist.

00:19:08: Es geht nicht darum möglichst viel davon zu haben, es geht darum einen Bereich zu erreichen in dem dein Körper optimal arbeiten kann.

00:19:16: Und das bringt uns zurück zum eigentlichen Punkt.

00:19:19: Vitamin D ist kein Energiebooster, sondern ein Regulator im Hintergrund.

00:19:24: Und wenn dieser Regler nicht richtig eingestellt ist läuft dein gesamtes System ein Stück weit aus dem Gleichgewicht auch, wenn du es nicht sofort klar greifen kannst.

00:19:34: Ich persönlich nehme auch immer Sonnencreme – auch die fünftiger weil ich meine Haut schützen möchte.

00:19:38: aber kurze kleine Phasen in der Sonne sind nötig.

00:19:44: vielleicht nicht die komplett dicke Fette Sonneinstrahlung permanent über Stunden, aber hin und wieder einen kleinen Spaziergang durch die Sonne – das kann man ruhig machen.

00:20:01: Ein weiteres oft unterschätztes Element ist Magnesium.

00:20:05: Magnesiom ist so etwas wie der stille Regulator im Hintergrund.

00:20:08: Es steht selten im Fokus, wirkt aber an unglaublich vielen Stellen gleichzeitig.

00:20:13: Über dreihundert enzymatische Prozesse im Körper sind direkt davon abhängig.

00:20:18: Dein Körper arbeitet mit Energie in Form von ATP und dieses ATP funktioniert nur in Verbindung mit Magnesium.

00:20:25: Genauer gesagt, ATP liegt im Körper fast immer als sogenannte MG-ATP Komplex vor.

00:20:31: Das bedeutet ohne Magnesiom ist Energie zwar da aber sie kann nicht effizient genutzt werden Und das ist ein entscheidender Punkt, den viele nicht verstehen.

00:20:41: Wenn dir Magnesium fehlt hast du nicht unbedingt zu wenig Energie?

00:20:46: Du kannst sie nur nicht richtig nutzen!

00:20:48: Das kann sich dann so äußern – du fühlst dich müde obwohl du genug schläfst, du bist schneller schöpft obwohl du eigentlich fit bist….

00:20:55: dein Körper fühlt sich angestrengt an ohne klaren Grund.

00:20:59: Gleichzeitig wirkt Magnesum im Nervensystem als Gegenspieler zur Aktivierung.

00:21:03: Calcium aktiviert, Magnesuum beruhigt.

00:21:08: Calcium sorgt dafür, dass Muskeln sich zusammenziehen.

00:21:11: Dass Nerven-Signale weitergeben und dein System aktiv ist.

00:21:15: Magnesium sorgt für das genau diese Prozesse wieder runter reguliert werden.

00:21:21: Wenn dieses Gleichgewicht kippt also zu wenig Magnesium vorhanden ist dann bleibt dein System in einem Zustand von Spannung und das merkst du oft sehr deutlich.

00:21:31: Du kommst nicht runter Du schläfst schlechter oder wachst nachts auf, deine Muskeln sind angespannt oder neigen zu krempfen.

00:21:37: Dein Kopf ist unruhig Gedankenkreisen.

00:21:40: Viele beschreiben es auch als eine Art inneres Getriebensein obwohl eigentlich kein akuter Stress da ist.

00:21:47: Auch körperlich zeigt sich das Muskelzucken.

00:21:50: Augenliedzücken Verspannungen im Nacken oder Rücken.

00:21:53: Das sind klassische Hinweise darauf dass das System zu stark unter Strom steht.

00:21:58: Und jetzt passiert oft etwas Typisches.

00:22:00: Menschen greifen zu Magnesium und sagen, das entspannt mich!

00:22:03: Aber in Wirklichkeit passiert etwas anderes – es bringt dein System zurück in ein Gleichgewicht, das vorher gestört war.

00:22:10: Es ist kein Beruhigungsmittel, es ist ein Regulator.

00:22:14: Jetzt kommt die nächste wichtige Frage….

00:22:15: Kann man auch zu viel Magnesium nehmen?

00:22:19: Auch das ist möglich, aber auch hier kommt es stark auf die Form und die Mengen an.

00:22:24: Der Körper reguliert Magnesium relativ gut vor allem über den Darm und die Nieren.

00:22:28: Wenn zu viel aufgenommen wird reagiert der Körper oft direkt.

00:22:32: Typische Symptome bei zu hoher Zufuhr sind weicher Stuhl oder Durchfall Magen-Darmbeschwerden ein Gefühl von zu lockerer oder körperlicher Schwäche.

00:22:40: Das liegt darin dass Magnesium Wasser in den Damm zieht und gleichzeitig die Muskelspannung reduziert.

00:22:46: In sehr hohen Mengen Was in der Praxis selten vorkommt, kann es auch zu einer zu starken Dämpfung des Nervensystems kommen.

00:22:54: Wichtig ist aber ein leichter Überschuss wird meist schneller spürbar und reguliert sich selbst.

00:22:59: Ein Mangel hingegen bleibt oft lange unbemerkt und wirkt schleichend.

00:23:03: Und genau deshalb ist Magnesium so spannend!

00:23:05: Es wirkt nicht spektakulär – es pusht dich nicht, aber es entscheidet mit darüber ob dein System überhaupt in der Lage ist zwischen Anspannung und Entspannungen zu wechseln.

00:23:16: Und wenn genau dieser Wechsel nicht mehr richtig funktioniert, dann fühlt sich alles im Körper ein Stück weit aus dem Gleichgewicht an.

00:23:32: Dann gibt es noch Kreatin – einen Stoff der unglaublich gut erforscht ist und trotzdem oft unterschätzt wird!

00:23:38: Kreatine ist Teil deines schnellsten Energiesystems.

00:23:41: Immer wenn dein Körper kurzfristig viel Energie braucht beim Sprint, beim Krafttraining oder bei intensiven Belastungen, wird ATP verbraucht.

00:23:49: ATP ist die Energiewährung deiner Zellen.

00:23:53: Und das Problem ist, diese Energie steht nur sehr begrenzt zur Verfügung.

00:23:57: Nach wenigen Sekunden intensiver Belastung ist sie verbraucht und genau hier kommt Creatine ins Spiel.

00:24:04: Creatin liegt im Körper inform vom creatin-phosphat vor und hilft dieses ATP sofort wieder bereitzustellen.

00:24:11: Das passiert extrem schnell innerhalb von Sekunden.

00:24:15: Das bedeutet, dein Körper kann länger auf hohem Niveau arbeiten bevor die Leistung abfällt.

00:24:20: Das bedeutet konkret mehr Kraft, mehr Leistungen, mehr Wiederholungen und langfristig ein stärkerer Trainingsreiz.

00:24:26: Und genau dieser stärkere Reiz ist entscheidend.

00:24:29: nicht das einzelne Training sondern die Summe der kleinen Leistungssteigerungen über Zeit führt dazu dass dein Körper sich anpasst, mehr Muskelmasse aufbaut, stärker wird effizienter arbeitet.

00:24:41: Wenn Kreatin fehlt oder die Speicher nicht optimal gefüllt sind, merkst du das oft nicht sofort bewusst aber indirekt.

00:24:47: Du ermütest schneller bei intensiver Belastung und dir fehlt am Ende eines Satzes die letzte Kraft – du kannst dein Leistungsniveau nicht so lange halten wie du es eigentlich könntest!

00:24:58: Das ist kein dramatischer Einbruch sondern eher ein leiser Unterschied?

00:25:02: Aber genau dieser Unterschied entscheidet über Progression.

00:25:08: Dein Gehirn nutzt dieses System.

00:25:10: Ebenfalls auch Nervenzellen brauchen schnell verfügbare Energie, vor allem unter Belastung bei Stress und hoher kognitiven Anforderungen.

00:25:18: Das bedeutet, Kreatin wirkt nicht nur auf Muskeln sondern auch auf deine mentale Leistungsfähigkeit, auf Fokus, auf Stabilität unter Belustung.

00:25:27: Viele merken das gar nicht direkt als mehr Fokus, sondern eher so.

00:25:30: Sie bleiben klarer im Kopf auch wenn es stressig wird.

00:25:33: sie sind weniger schnell mental erschöpft.

00:25:36: Jetzt kommt die Frage die auch oft gestellt wird kann man zu viel Kreatin nehmen?

00:25:39: Grundsätzlich gilt kreatin ist eines der am besten untersuchten Supplements überhaupt und gilt in normalen Nussierungen als sehr sicher.

00:25:49: Wenn du mehr zuführst als dein Körper speichern kann passiert folgendes Der Überschuss wird einfach ausgeschieden.

00:25:57: Typische Effekte bei hoher oder zu hoher Zufuhr können sein, leichte Wassereinlagerung in der Muskulatur.

00:26:03: Ein leicht erhöhtes Körpergewicht durch intracelluläres Wasser – nicht fett!

00:26:08: Bei sehr hohen Mengen auch Verdauungsprobleme.

00:26:11: Wichtig ist dieses Wasserziehen passiert in der Muskulatur nicht unter der Haut.

00:26:16: Das bedeutet es macht dich nicht weicher sondern eher voller.

00:26:20: Ein echter Nachteil entsteht meist nur dann wenn dauerhaft deutlich zu hohe Mengen genommen werden die Flüssigkeitszufuhr nicht passt.

00:26:27: Und auch hier zeigt sich wieder das Prinzip, Kreatin ist kein Booster im klassischen Sinne – es ist ein Verstärker eines bestehenden Systems!

00:26:35: Wenn du trainierst und dein System forderst, dann kann Kreatine genau diesen Prozess unterstützen.

00:26:41: Wenn dieser Reiz fehlt bringt auch Kreatinen alleine keinen Effekt.

00:26:45: Genau deshalb ist es eines der wenigen Supplements bei denen man wirklich sagen kann….

00:26:50: wenn der Kontext stimmt macht es einen messbaren Unterschied.

00:27:01: Kommen wir abschließend noch zu weiteren häufig genutzten Supplements kurz eingeordnet.

00:27:06: Eisen wichtig für den Sauerstofftransport im Blut wird oft genommen bei Müdigkeit, Erschöpfung niedriger Leistungsfähigkeit besonders relevant bei Ausdauersportlern oder nachgewiesenen Mangel.

00:27:19: Zink – wichtig für Immunsystem, Hautwundheilung und Hormonhaushalt.

00:27:24: Wird oft eingesetzt bei Infektionsanfälligkeit, Hautproblemen oder zur Unterstützung der Regeneration.

00:27:32: Vitamin B-Komplex vor allem B-II zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und Nervensystem wird oft genommen beim Müdigkeit Stress oder mentaler Erschöpfung besonders relevant bei vegetarischer veganer Ernährung.

00:27:48: Kalium – wichtig für Zellfunktionen, Flüssigkeitshaushalt und Muskelkontraktion spielt eine Rolle bei Krämpfen, Schwäche oder Herz-Kreislaufregulation.

00:27:59: Calcium – zentral für Knochen, Zähne und Muskelnkontaktion wird auch oft im Zusammenhang mit Knochengesundheit supplementiert.

00:28:08: Ashwagandha – pflanzlicher Adaptogen wird eingesetzt zur Stressreduktion, Cortisolregulation und Unterstützung des Nervensystems.

00:28:19: Rhodiola rosea ebenfalls adeptogen wird genutzt zur Verbesserung von Stressresistenz, Fokus und mentaler Leistungsfähigkeit.

00:28:30: L-Kanitin beteiligt am Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien.

00:28:34: wird auf dem Kontext Fettstoffwechsel und Energie diskutiert.

00:28:37: Effekt meist situationsabhängig.

00:28:40: Glutamin, Aminosäuren für Darmgesundheit und Immunsystem wird häufig eingesetzt bei Regeneration oder Magendamthemen.

00:28:49: Collagen Strukturprotein für Hautgelenke.

00:28:52: Sehnen wird oft genutzt für Hautbildgelenkunterstützung oder im Anti-Aging Kontext.

00:28:58: Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Magnesium wichtig für den Flüssigkeitshaushalt Nerven und Muskelfunktion relevant bei Sportschwitzen Fasten Low Carb Ernährung.

00:29:09: Und wenn man sich das alles anschaut, dann wird ein Punkt sehr klar Es gibt unglaublich viele Supplements und für fast jedes Problem scheinbar auch eine passende Lösung.

00:29:19: Aber genau hier liegt auch die Herausforderung Denn nur weil etwas wirkt heißt es nicht dass es automatisch sinnvoll ist.

00:29:27: Dein Körper ist kein System das wahrlos ergänzt werden muss.

00:29:31: Das ist ein System das verstanden werden muss und Supplements können dabei unterstützen aber immer nur dann wenn sie gezielt eingesetzt werden.

00:29:40: Nicht aus Unsicherheit, nicht aus Gewohnheit und nicht weil es alle machen sondern weil du weißt was in deinem Körper gerade passiert und was er wirklich braucht.

00:29:50: Und vielleicht ist genau das der wichtigste Gedanke aus dieser Folge Du musst deinen Körper nicht optimieren indem du immer mehr hinzufügst.

00:29:58: Du wirst ihn besser verstehen wenn du lernst genauer hin zu hören.

00:30:02: Und damit sind wir auch für heute schon wieder am Ende angelangt.

00:30:06: Bleib achtsam, bleib in Verbindung mit dir selbst und vor allem nimm dir immer wieder bewusst den Moment um wahrzunehmen welche Signale, welche Sirenen dein Körper dir gerade sendet leise klar und oft genau im richtigen Augenblick.

00:30:21: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast heute hier reinzuhören.

00:30:25: Und wie immer gilt wenn du Fragen hast Gedanken teilen möchtest Feedback Hinweise oder Themenwünsche schreib mir gern.

00:30:32: Die Mailadresse findest Du in den Schornots.

00:30:34: Ich freue mich von Dir zu hören.

00:30:36: Bis zur nächsten Woche.

00:30:37: Pass gut auf Dich auf und bleib vor allem wahrnehmungsfähig.

00:30:41: Diese Rehne des Körpers der Podcast hat eine Sinne schärft und dich lehrt Auf Deinen Körper zu hören.

00:30:46: Der Podcast, der dich dabei unterstützt deinen Körper wirklich zu verstehen bleibt gesund.

00:30:51: Tschau.

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