Die Sirene des Körpers - Folge 74 - Supplements - Teil 2
Shownotes
Pierre Bohn - Personal Trainer Medical Fitness, Mental Health Coach, Ernährungsberater Website: www.medical-fit.com
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Transkript anzeigen
00:00:05: Sonntagmorgen neun Uhr.
00:00:07: Weiter geht's, die Sirene des Körpers.
00:00:08: der Podcast ja deine Sinne schärft und ich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:00:12: Schön dass du wieder dabei bist!
00:00:21: In der letzten Folge haben wir uns intensiv mit dem Thema Supplements beschäftigt und dabei vor allem darauf geschaut was im Körper tatsächlich passiert wenn wir bestimmte Stoffe zuführen.
00:00:32: Wir sind tiefer eingestiegen in Beispiele wie Proteinen, Omega-III, Vitamin D, Magnesium und Kreatin.
00:00:38: Und haben verstanden welche Rolle sie auf Zellebene im Energiestoffwechsel, im Nervensystem und in der Regeneration spielen.
00:00:45: Es ging also weniger um einzelne Produkte sondern um die Prozesse dahinter darum wie dein Körper mit diesen Stoffen arbeitet und welche Funktion Sie wirklich übernehmen.
00:00:54: Und genau darauf bauen wir heute auf, mit Euren Fragen und Rückmeldungen aus der letzten Folge die wir gemeinsam einordnen und nutzen um noch tiefer in Themen Vidosierung individuelle Anwendung mythen und mögliche Wechselwirkung einzusteigen.
00:01:16: Aber bevor wir einsteigen vielleicht nochmal ganz kurz das Wichtigste aus der Letzten Folge zusammengefasst Supplements sind Unterstützung, aber sie sind nicht das Fundament.
00:01:27: Das bedeutet Sie können Prozesse im Körper verstärken ausgleichen oder unterstützen, aber Sie können kein fehlendes System ersetzen!
00:01:36: Wenn Schlafernährung Stress- oder dein Energiehaushalt nicht passend dann wird auch das beste Supplement keine nachhaltige Veränderungen bringen.
00:01:44: und genau deshalb war ein zentraler Gedanke es geht nicht darum einfach etwas einzunehmen Nicht aus Gewohnheit, nicht weil man es schon immer so macht und auch nicht, weil es gerade im Trend ist.
00:01:55: Sondern darum den eigenen Körper zu verstehen – nicht blind zu ergänzen sondern gezielt zu reagieren!
00:02:02: Denn erst wenn du weißt was in deinem Körper passiert, macht das überhaupt Sinn zu entscheiden ob und wenn ja was du wirklich brauchst.
00:02:19: Vielen Dank an dieser Stelle erstmal für die vielen Rückmeldung Fragen und Gedanken zur letzten Folge.
00:02:24: Genau daran merkt man, dass das Thema nicht nur interessant ist sondern dass viele wirklich anfangen sich damit auseinanderzusetzen.
00:02:31: Und eine Frage kam dabei ganz klar immer wieder in unterschiedlichen Formulierungen aber im Kern mit der gleichen Erwartung Wie finde ich eigentlich die richtige Dosierung?
00:02:42: Also wie viel sollte ich nehmen wann sollte ich es nehmen und woran merke Ich dass es für mich passt?
00:02:47: Und genau hier zeigt sich, dass das Thema verstanden wurde.
00:02:49: Denn es geht nicht mehr um die Frage ob man etwas nimmt sondern darum ist richtig einzuordnen.
00:02:55: und genau deshalb greifen wir jetzt auf denn es gibt bei Supplements in den seltensten Fällen eine pauschale Antwort keine feste Zahl die für alle gilt.
00:03:05: wenn du dir typische Empfehlungen anschaust dann sind das oft sogenannte Referenzwerte also Durchschnittswerte für eine große Gruppe von Menschen Zum Beispiel Vitamin D, häufig irgendwo zwischen achthundert und zweitausend internationalen Einheiten täglich.
00:03:21: Magnesium oft bei drei bis vierhundert Milligramm Protein bei etwa eins Komma zwei bis zwei Kommando Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
00:03:30: Das sind aber Orientierungen, keine individuellen Antworten.
00:03:34: Dein tatsächlicher Bedarf hängt immer davon ab wie dein System gerade aufgestellt ist.
00:03:39: Nehmen wir ein paar konkrete Beispiele.
00:03:42: Wenn zwei Menschen jeweils seventy-fünf Kilogramm wiegen heißt das nicht dass sie den gleichen Bedarf haben.
00:03:47: Der eine sitzt viel schläft gut hat wenig Stress und bewegt sich moderat.
00:03:51: der andere trainiert fünf mal pro Woche hat einen hohen Alltagsstress und schläft unruhig.
00:03:57: Beide haben formal das gleiche Körpergewicht, aber ihr Stoffwechsel arbeitet komplett unterschiedlich.
00:04:03: Beim zweiten wird der Bedarf an Protein, Magnesium oder auch bestimmten Mikronährstoffen deutlich höher sein.
00:04:09: Oder nehmen wir Vitamin D, eine Person die viel draußen ist regelmäßig Sonne abbekommt und wenig Sonnenschutz nutzt.
00:04:15: Kann ganz andere Werte haben als jemand der überwiegend im Innenraum arbeitet und kaum direkte Sonneinstrahlung bekommt.
00:04:21: Ihr kann der Unterschied im Blutwert massiv sein obwohl beide gesund leben.
00:04:26: Und genau deshalb macht es Sinn sich nicht nur auf Empfehlung zu verlassen sondern die eigene Situation zu betrachten.
00:04:33: Ein sehr hilfreiches Werkzeug ist dabei ein Blutbild.
00:04:36: Z.B.
00:04:36: Vitamin D wird meist als zu viel Hydroxyvitamin D gemessen.
00:04:41: Ein Bereich von etwa dreißig bis fünfzig Nanogramm pro Milliliter gilt häufig ausreichend, unter zwanzig nanogramm Pro Millilitern spricht man eher von einem Mangel.
00:04:53: Oder beim Eisen.
00:04:54: Ferritin zeigt dir deine Eisenspeicher, Werte unter etwa dreißig Nanogramm pro Milliliter können bereits mit Müdigkeit und Leistungsabfall verbunden sein.
00:05:03: Das sind keine festen Größen aber sie geben dir eine Orientierung.
00:05:06: Gleichzeitig reicht ein Blutwert allein nicht aus Denn der zweite wichtige Punkt ist deine eigene Wahrnehmung.
00:05:13: Wie fühlst du dich im Alltag?
00:05:14: Wie ist deiner Energie?
00:05:16: Wie reagierst Du auf Belastungen?
00:05:18: Zum Beispiel du kannst einen normalen Magnesium Wert haben Aber trotzdem Symptome wie Muskelverspannung oder schlechten Schlaf, weil dein Bedarf durch Stress höher ist als das was im Blut sichtbar wird.
00:05:31: Und damit kommen wir zum dritten Punkt – Symptomen verstehen!
00:05:34: Der Körper sendet oft sehr klare Signale nur werden sie häufig falsch eingeordnet.
00:05:41: Beispiele Häufige Müdigkeit kann auf Eisen, Vitamin D oder auch Gesamtenergie hinweisen.
00:05:47: Muskelkrämpfe und Unruhe können mit Magnesium zusammenhängen.
00:05:51: Heißhunger kann ein Zeichen für Proteinmangel oder Blutzuckerschwankung sein.
00:05:55: Das bedeutet, ein Symptom ist kein Beweis aber ein Hinweis.
00:05:59: und genau aus dieser Kombination entsteht Individualität, objektive Daten, subjektive Wahrnehmungen und das Verständnis für Zusammenhänge.
00:06:09: Und erst wenn du diese drei Ebenen zusammenbringst macht es wirklich Sinn über Dosierung zu sprechen nicht als starre Zahl sondern als etwas dass sich anpasst an dich, an deinen Alltag und an das was dein Körper gerade braucht.
00:06:31: Und genau an dieser Stelle kommt ein Punkt der oft unterschätzt wird nämlich die Frage bringt mehr wirklich mehr?
00:06:37: Viele gehen davon aus dass wenn etwas gut ist mehr davon automatisch besser sein muss.
00:06:43: und genau das ist bei Supplements in vielen Fällen nicht richtig denn der Körper arbeitet nicht nach dem Prinzip viel hilft viel sondern nach den Prinzip Balance.
00:06:53: Und sobald diese Balance überschritten wird, kann genau das was eigentlich unterstützen soll anfangen Prozesse zu stören.
00:07:01: Ein wichtiger Unterschied dabei ist die Art der Nährstoffe.
00:07:04: es gibt wasserlösliche Vitamine wie zum Beispiel die B-Vitamine oder C-Witamine.
00:07:10: hier ist der Körper relativ gut darin Überschüsse auszuscheiden meist über den Urin.
00:07:16: Das bedeutet aber nicht, dass Unbegrenztore mengen sinnvoll sind sondern nur das der Körper hier eine gewisse Pufferfunktion hat.
00:07:23: Anders sieht es bei den fettlöslichen Vitaminen aus.
00:07:26: dazu gehören Vitamine D A E und K. diese werden im Körper gespeichert vor allem im Fettgewebe und in der Leber Und genau deshalb kann sich hier mit der Zeit ein Überschuss aufbauen und das kann dann tatsächlich problematisch werden.
00:07:41: Nehmen wir nochmal das Beispiel Vitamin D. In einem sinnvollen Bereich unterstützt es dein Immunsystem, deine Muskulatur und viele hormonelle Prozesse.
00:07:50: Wenn du aber dauerhaft zu hohe Mengen zuführst kann das dazu führen dass der Kalziumspiegel im Blut steigt.
00:07:56: Und das kann sich äußern durch Übelkeit, Müdigkeit ein allgemeines Gefühl von unwohl sein in stärkeren Fällen auch Belastung für die Nieren.
00:08:04: Das passiert nicht sofort sondern oft schleichend über Zeit.
00:08:08: Ein anderes Beispiel ist Zink.
00:08:10: Zink ist wichtig für dein Immunsystem, die Haut und viele enzymatische Prozesse.
00:08:15: Aber wenn du dauerhaft zu viel Zink zuführst, kann es die Aufnahme von Kupfer hemmen – und das für langfristig zu einem Ungleichgewicht.
00:08:24: mögliche Folgen können sein, geschwächtes Immunystem, Müdigkeit sogar Veränderungen im Blutbild.
00:08:31: Also genau das Gegenteil von dem was man eigentlich erreichen wollte!
00:08:35: Und dann haben wir noch Magnesium.
00:08:37: Hier ist der Körper etwas toleranter, weil überschüssiges Magnesium oft relativ schnell über den Darm ausgeschieden wird.
00:08:43: Aber auch hier gibt es eine Grenze.
00:08:45: Wenn du zu viel Magnesiom zuführst reagiert der Körper meist direkt durch Fallmagnetarmbeschwerden ein Gefühl von zuviel Entspannung oder Schwäche und das ist wieder ein Signal.
00:08:55: Der Körper versucht das Gleichgewicht wieder herzustellen.
00:08:59: Und hier genau liegt der entscheidende Punkt.
00:09:02: Supplements wirken nicht isoliert!
00:09:04: Sie sind Teil eines Systems.
00:09:07: Und wenn du an einer Stelle zu stark eingreifst, veränderst du automatisch auch andere Bereiche.
00:09:13: Deshalb geht es nicht darum möglichst viel zuzuführen sondern genau soviel wie dein Körper sinnvoll nutzen kann und das ist individuell und immer abhängig vom Kontext.
00:09:33: Damit kommen wir zu einem Bereich, der in euren Rückmeldungen auch aufgekommen ist.
00:09:36: Themen die man nicht einfach nur oberflächlich beantworten sollte sondern die eine klare Einordnung brauchen.
00:09:42: Eine Frage ging in Richtung Lithium im Milligramm-Bereich und zum Thema CDL Und hier ist mir wichtig ruhig und differenziert zu bleiben aber auch klar in der Einordnung Fangen wir mit Lithium an.
00:09:55: Lithium ist anders als viele klassische Supplements kein Nährstoff den dein Körper einfach braucht, wie Magnesium oder Omega-III.
00:10:04: Es ist ein Spurenelement das vor allem medizinisch eingesetzt wird insbesondere in der Behandlung von psychischen Erkrankungen.
00:10:12: dabei wirkt Lithium direkt im Gehirn.
00:10:15: es beeinflusst sogenannte Neurotransmitter also Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin und greift damit in die Regulationen von Stimmung, Stabilität und Reizverarbeitung ein.
00:10:27: Jetzt gibt es auch Ansätze, Lithium in sehr niedrigen Dosierungen im Milligramm oder Mikrobereich als Supplement zu nutzen.
00:10:35: Und ja!
00:10:36: Es gibt Hinweise darauf dass Lithium auch in sehr kleinen Mengen Einfluss auf das Nervensystem haben kann.
00:10:42: aber genau das ist der entscheidende Punkt.
00:10:44: wir sprechen hier nicht über einen klassischen Mangel sondern über einen Stoff in ein sehr sensibles System eingreift.
00:10:52: Und das bedeutet, dass ist nichts was man einfach mal ausprobiert sondern etwas das wenn überhaupt sehr bewusst und mit Verständnis eingesetzt werden sollte Denn Veränderungen im Nervensystem zeigen sich nicht immer sofort Sondern können sich schleichend entwickeln sowohl positiv als auch negativ.
00:11:08: Jetzt zum zweiten Punkt CDL.
00:11:10: CDL steht für Chlordioxid-Lösung.
00:11:14: Das ist eine chemische Verbindung, die ursprünglich aus ganz anderen Bereichen kommt zum Beispiel aus der Wasseraufbereitung oder Desinfektion weil sie stark oxidierend wirkt und genau diese Eigenschaft ist der Grund warum Sie in bestimmten Kreisen als gesundheitsfördernd diskutiert wird.
00:11:30: Die Idee dahinter ist, durch diese oxidative Wirkung sollen bestimmte unerwünschte Stoffe oder Mikroorganismen im Körper neutralisiert werden.
00:11:38: Aber genau hier liegt das Problem!
00:11:41: Der Körper arbeitet mit sehr fein abgestimmten biochemischen Prozessen.
00:11:45: Oxidation ist dabei nichts grundsätzlich schlechtes aber sie muss kontrolliert und gezielt stattfinden.
00:11:53: CDL wirkt jedoch nicht selektiv.
00:11:57: Das bedeutet, es unterscheidet nicht zwischen gut und schlecht sondern kann potenziell auch gesunde Zellen, Schleimhäute oder wichtige Strukturen beeinflussen.
00:12:06: Und genau deshalb ist die Anwendung aus wissenschaftlicher Sicht sehr kritisch zu bewerten.
00:12:11: Es gibt keine belastbare zumindest mir nicht bekannte solide Datenlage die einen gesundheitlichen Nutzen im Sinne eines Supplements belegt wohl aber Hinweise auf mögliche Risiken.
00:12:24: Und vielleicht ist das der wichtigste Gedanke bei diesem Thema, nicht alles was im Umlauf ist.
00:12:28: Nicht alles was als natürlich alternativ oder geheim beschrieben wird es automatisch sinnvoll oder sicher.
00:12:35: und genau deshalb braucht es hier keine Angst aber ein klares Bewusstsein dafür wo wir uns in Bereiche sinnvoller Ergänzung bewegen und wo wir anfangen in deutlich sensiblerere Systeme einzugreifen die mehr Verständnis und Vorsicht erfordern.
00:12:57: Und dann gab es noch eine interessante Rückmeldung, die ein ganz anderes Feld aufmacht und genau deshalb auch so wichtig ist.
00:13:05: Es ging darum dass über eine Bioresonanzanalyse Werte eingeschätzt wurden und darauf basierend verschiedene Supplements empfohlen wurden teilweise auch zur dauerhaften Einnahme.
00:13:15: Und auch hier ist mir wichtig, das Ganze differenziert zu betrachten, respektvoll aber eben auch faktenbasiert.
00:13:21: Denn am Ende geht es nicht darum etwas zu bewerten sondern darum zu verstehen was im Körper tatsächlich passiert und auch zu wissen.
00:13:31: die Einschätzung von Werten kann je nach Methode unterschiedlich ausfallen.
00:13:37: Während klassische Blutanalysen direkte biochemische Parametermessen Also Konzentrationen von Stoffen im Blut arbeiten alternative Verfahren häufig mit indirekten Modellen oder energetischen Annahmen.
00:13:51: Das bedeutet, sie können Hinweise geben aber Sie sind nicht immer direkt mit physiologischen Messwerten gleichzusetzen und genau deshalb ist es sinnvoll solche Ergebnisse immer im Kontext zu betrachten und wenn möglich mit objektiven Daten zu ergänzen.
00:14:09: Ein Punkt, der angesprochen wurde ist die Kombination von Vitamin D und K-II.
00:14:15: Und ja diese Kombination hat eine klare physiologische Grundlage.
00:14:19: Vitamin D erhöht im Körper die Aufnahme von Calcium im Darm und beeinflusst gleichzeitig die Bildung von Transportproteinen, die Calcium in Blut verfügbar machen.
00:14:30: Vitamin K wiederum aktiviert bestimmte Proteine vor allem Osteokalzin und MatrixGHL-Protein.
00:14:39: Diese Proteine sind entscheidend dafür, dass Calcium dort eingebaut wird wo es hingehört.
00:14:44: Nämlich in Knochen und Zähne und nicht in Gefäßen oder Weichteilen.
00:14:48: Das bedeutet Vitamin D sorgt für mehr verfügbares Calcium.
00:14:54: Vitamin kII hilft bei der richtigen Verteilung.
00:14:58: Deshalb kann die Kombination sinnvoll sein vor allem bei höherer Vitamin-D-Zufuhr.
00:15:05: Aber auch hier gilt, das ist kein Automatismus.
00:15:08: Wenn du ausreichend Vitamin K über die Ernährung aufnimmst – zum Beispiel über grünes Gemüse oder fermentierte Lebensmittel kann dieser Bedarf bereits gedeckt sein oder teilweise gedeckte und entscheidet es immer der Gesamtkontext Kalziumaufnahme, Vitamin D-Spiegel, individuelle Stoffwechsellage also kein klares wenn.
00:15:31: dann Ein zweiter Punkt ist die dauerhafte Einnahme und hier lohnt sich ein Blick auf die Regulation im Körper.
00:15:38: Der Körper arbeitet mit sogenannten Feedback-Mechanismen, das bedeutet wenn ein Stoff dauerhaft in hoher Menge vorhanden ist kann der Körper seine eigene Produktion oder Sensitivität anpassen.
00:15:49: Zum Beispiel bestimmte Rezeptoren können weniger empfindlich werden Enzymaktivitäten können herunterreguliert werden.
00:15:57: Das Ziel im Körper ist immer Homostase also Gleichgewicht.
00:16:02: Wenn du also dauerhaft von außen zuführst, kann das langfristig die eigene Regulation verändern.
00:16:08: Das bedeutet nicht dass langfristige Einnahme grundsätzlich falsch ist aber sie sollte immer bewusst und überprüft stattfinden – nicht automatisch!
00:16:18: Ein weiterer Aspekt ist die Kombination vieler Supplements gleichzeitig und hier wird es aus physiologischer Sicht, besonders spannend.
00:16:26: Denn im Körper laufen viele Prozesse parallel und sie sind miteinander vernetzt – ein Beispiel!
00:16:31: Zink-und Kupfer nutzen ähnliche Transportwege im Darm.
00:16:36: Wenn du langfristig viel Zink zuführst kann die Kupfeaufnahme gehemmt werden oder Calcium & Magnesium konkurrieren teilweise bei der Aufnahme und ihrer Wirkung auf Muskel- und Nervenzellen.
00:16:49: Das bedeutet, du veränderst mit jedem Supplement nicht nur einen einzelnen Wert sondern immer ein ganzes Netzwerk.
00:16:57: Und je mehr Du kombinierst desto komplexer wird dieses System.
00:17:01: das kann funktionieren aber es kann auch zu Ungleichgewichten führen die du sofort erkennst.
00:17:09: Und dann wurde noch das Thema grüne Pulver und Chlorella angesprochen, ChlORElla ist eine Mikroalge die unter anderem Chlorophyll, Mineralstoffe und bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
00:17:21: sie wird häufig im Kontext von Entgiftung genannt und hier ist wichtig zu verstehen wie der Körper tatsächlich entgiftet.
00:17:27: Die zentralen Organe dafür sind die Leber, denieren der Darm.
00:17:31: In der Leber laufen sogenannte Phase I und Phase II Entgiftungsprozesse ab – dabei werden Stoffe chemisch umgewandelt, gebunden und anschließend ausgeschieden.
00:17:40: Dieser Prozess ist entzügend gesteuert und hängt stark ab von Nährstoffverfügbarkeit, Energiezustand, hormoneller Regulation.
00:17:48: Ein einzelnes Produkt kann diesen Prozess nicht übernehmen!
00:17:52: Was Chlorella möglicherweise leisten kann, ist eine unterstützende Rolle zum Beispiel durch Bindung bestimmter Stoffe im Darm.
00:17:59: Aber der eigentlichen Entgiftungsprozess wird dadurch nicht ersetzt und genau deshalb ist auch hier wichtig Nicht die Erwartung haben das ein Supplement den Stoffwechsel an Kurbeln sondern verstehen dass es maximal unterstützend wirkt wenn die Grundlagen stimmen.
00:18:15: Und wenn man all diese Punkte zusammenführt, ergibt sich ein sehr klares Bild.
00:18:19: Supplements wirken nicht isoliert – sie greifen in ein komplexes reguliertes System ein und genau deshalb braucht es mehr als nur Empfehlungen.
00:18:28: Es braucht Verständnis!
00:18:29: Denn erst wenn du verstehst wie dein Körper arbeitet macht das wirklich Sinn zu entscheiden was du ihm zuführst und was vielleicht gar nicht notwendig ist.
00:18:38: Und damit sage ich nicht, dass die kleinen grünen Helfer nicht notwendig sind.
00:18:42: Ich sage nur genau hinschauen was drin ist und wo sie dich unterstützen können!
00:18:55: Und ein Punkt der oft komplett unterschätzt wird – und gleichzeitig extrem entscheidend es sind – Wechselwirkungen und Verträglichkeit.
00:19:02: Denn Supplements wirken nie isoliert.
00:19:04: Sie greifen immer in einen Netzwerk ein.
00:19:07: Das bedeutet wenn du einen Stoff veränderst, verändertst automatisch auch andere Prozesse im Körper Und genau hier entsteht etwas, dass viele nicht auf dem Schirm haben.
00:19:17: Supplements können sich gegenseitig beeinflussen, abschwächen oder sogar teilweise aufheben und je mehr du gleichzeitig einnimmst desto komplexer wird dieses System.
00:19:29: Ein klassisches Beispiel ist das Verhältnis von Calcium und Magnesium.
00:19:33: Beide Mineralstoffe sind eng miteinander verbunden vor allem im Bereich von Muskel- und Nervenzellen.
00:19:38: Calcium wirkt aktivierend.
00:19:40: Es sorgt dafür, dass Muskeln sich zusammenziehen und das Nervensignale weitergeben.
00:19:44: Magnesium wirkt regulierend und entspannt.
00:19:48: Wenn hier ein Ungleichgewicht entsteht, zum Beispiel durch viel Calcium und zu wenig Magnesium kann das dazu führen, dass dein System dauerhaft unter Spannung steht.
00:19:56: Symptome können sein – Muskelverspannungen, Unruhe, schlechter Schlaf.
00:20:01: Ein weiteres Beispiel ist Zink- und Kupfer.
00:20:03: Beide nutzen im Darm ähnliche Transportwege.
00:20:05: Wenn du über längere Zeit viel Zink zuführst, kann die Aufnahme von Kupfern gehemmt werden.
00:20:10: Und das spannende ist Du nimmst Zink um deinen Immunsystem zu unterstützen und merkst irgendwann, dass du dich trotzdem müde und weniger leistungsfähig fühlst, weil im Hintergrund ein anderes System aus dem Gleichgewicht geraten ist.
00:20:25: Dann haben wir die bereits besprochene Kombination Vitamin D und K-II.
00:20:29: hier geht es um einen Zusammenspiel Vitamin D erhöht die Calciumaufnahme, Vitamin K sorgt dafür dass dieses Calcium richtig eingebaut wird.
00:20:38: Das zeigt ein Supplement wirkt nie allein.
00:20:41: es verändert immer ein System das weitere Faktoren braucht und an einem ganz grundlegender Punkt Fettlöslichkeit.
00:20:48: Vitamine wie DAE und K brauchen Fett um überhaupt aufgenommen zu werden.
00:20:53: wenn du sie falsch einnimmst kann es sein dass sie gar nicht richtig wirken.
00:20:57: Gleichzeitig werden sie gespeichert und können sich über Zeit anreichern.
00:21:02: Und jetzt kommt der vielleicht wichtigste Gedanke in diesem ganzen Block, viele Menschen nehmen Supplements über Jahre in der gleichen Kombination, in der gleichen Dosierung.
00:21:12: Und irgendwann entsteht etwas das trügerisch ist – es fühlt sich normal an!
00:21:18: Aber die Frage ist… Ist es wirklich unterstützend oder ist ein System einfach daran gewöhnt?
00:21:24: Denn wenn du über Jahre etwas zuführst, verändert sich die Ausgangslage deines Körpers und dann wird es schwierig zu beurteilen.
00:21:32: Brauche ich das noch oder nicht mehr?
00:21:34: Viele merken das erst, wenn sie etwas weglassen – und dann passiert oft eines von zwei Dingen!
00:21:39: Entweder Sie merken, es verändert sich gar nichts… Oder Sie fühlen sich kurzfristig schlechter aber nicht unbedingt weil das Supplement gefehlt hat sondern weil sich der Körper erst wieder regulieren muss.
00:21:51: Und genau deshalb ist es so wichtig, diesen Prozess nicht einfach über Jahre unverändert laufen zu lassen.
00:21:56: Sondern immer wieder bewusst zu hinterfragen was nehme ich eigentlich und warum?
00:22:02: Hat sich mein Bedarf verändert?
00:22:04: reagiere ich überhaupt noch darauf?
00:22:07: denn am Ende geht es nicht darum möglichst viele Dinge dauerhaft einzunehmen sondern darum ein Gleichgewicht zu schaffen.
00:22:14: und gleich Gewicht bedeutet nichts Stillstands sondern Anpassung.
00:22:19: Und genau das ist auch der Unterschied zwischen Einnehmen und wirklich verstehen, was der Körper gerade braucht.
00:22:33: Zum Abschluss noch ein mir ganz wichtiger Punkt, der auch oft unterschätzt wird – obwohl es eigentlich alles zusammenhält… Das Mindset!
00:22:39: Denn die Frage ist nicht nur, was du nimmst sondern auch warum du es nimmest.
00:22:44: Viele bewegen sich beim Thema Subliments in einem Modus von Kontrolle.
00:22:48: Ich nehme noch das dazu, vielleicht fehlt mir noch das.
00:22:51: Ich optimiere weiter und auf den ersten Blick wirkt das logisch aber wenn man tiefer schaut steckt dahinter oft etwas anderes ein Gefühl dass im Körper etwas nicht reicht und dass man es von außen korrigieren muss.
00:23:03: Und genau hier entsteht eine Dynamik die problematisch werden kann Denn statt den Körper besser zu verstehen entsteht einer Art Abhängigkeit von äußeren Lösungen mehr nehmen mehr kombinieren kontrollieren.
00:23:15: Aber der Körper funktioniert nicht besser, weil du ihm immer mehr hinzufügst.
00:23:19: er funktioniert besser wenn du anfängst ihn zu verstehen.
00:23:23: das bedeutet weg von was kann ich noch nehmen hinzu?
00:23:26: Was passiert gerade in meinem Körper?
00:23:29: denn Supplements können unterstützen aber sie ersetzen nicht die Verbindung zu dir selbst.
00:23:35: und vielleicht genau dass ist der wichtigste Unterschied.
00:23:39: Kontrolle versucht den Körper von außen zu steuern.
00:23:43: Vertrauen entsteht, wenn du lernst seine Signale zu lesen und genau dort beginnt echte Veränderung.
00:23:58: Ja und damit schließen wir die heutige Folge ab und was heute hoffentlich klar geworden ist es geht nicht darum einfach etwas zu nehmen sondern zu verstehen warum du etwas nimmst Denn genau daraus entsteht die eigentliche Empfehlung.
00:24:11: Nicht von außen, sondern aus dem was dein Körper dir zeigt!
00:24:14: Dein Körper arbeitet nicht gegen dich, er reagiert, er passt sich an, er kommuniziert und je besser du lernst diese Signale einzuordnen, desto klarer wird auch, was du wirklich brauchst und was nicht.
00:24:25: Nimm dir dafür immer wieder bewusste Momente im Alltag – nicht um noch mehr zu tun, sondern um wahrzunehmen.
00:24:33: Danke, dass du heute dabei warst und dir die Zeit genommen hast zuzuhören.
00:24:36: Wenn du Fragen hast, Gedanken teilen möchtest oder Themen hast, die dich beschäftigen schreibt mir gern.
00:24:41: Die Mail-Adresse findest du in den Show notes!
00:24:44: Ich freue mich von dir zu hören.
00:24:46: bis zur nächsten Folge und achte gut auf dich.
00:24:48: Bleibe wahrnehmungsfähig, diese Rehne des Körpers – der Podcast hat deine Sinne schärft und dich lehrt, auf deinen Körper zu hören.
00:24:55: Bleib gesund, ciao.
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