Die Sirene des Körpers - Folge 75 - Routine
Shownotes
Pierre Bohn - Personal Trainer Medical Fitness, Mental Health Coach, Ernährungsberater Website: www.medical-fit.com
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Transkript anzeigen
00:00:05: Einen wunderschönen Sonntagmorgen, die Sirene des Körpers der Podcast ja deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:00:13: Schön dass du heute wieder dabei bist!
00:00:22: In der letzten Folge haben wir uns noch einmal sehr konkret mit dem Thema Supplements beschäftigt vor allem mit euren Fragen.
00:00:29: Es ging um individuelle Dosierungen, darum warum pauschale Empfehlungen oft nicht funktionieren.
00:00:36: Welche Rolle Blutwerte spielen und auch darum wo Grenzen liegen also wann zu viel problematisch wird und wie sich Subliments gegenseitig beeinflussen können?
00:00:45: Und vielleicht war der wichtigste Gedanke daraus dass es nicht nur darum geht was du nimmst sondern warum und wie dein Körper darauf reagiert.
00:00:54: Wenn man die letzten Folgen zusammen betrachtet, dann haben wir einen ziemlich klaren Weg aufgebaut.
00:01:00: Wir haben mit der metabolischen Flexibilität begonnen also verstanden wie dein Körper überhaupt Energie nutzt und zwischen verschiedenen Energiequellen wechseln kann.
00:01:10: Dann sind wir tiefer in den Fettstoffwechsel eingestiegen und haben uns angeschaut wie dein körpergespeicherte Energie verfügbar macht und welche Rolle das für Alltag Leistungsfähigkeit und Körperzusammensetzung spielt.
00:01:24: Danach ging es um Supplements, erst grundsätzlich was sie im Körper bewirken und dann im zweiten Teil um die Anwendung, Dosierung und mögliche Wechselwirkungen.
00:01:32: Das heißt du hast jetzt ein sehr gutes Verständnis dafür wie dein Körper arbeitet und womit du ihn unterstützen kannst.
00:01:40: Und genau an diesem Punkt kamen viele Rückmeldungen und Fragen Wie setze ich das eigentlich im Alltag um?
00:01:47: Und genau deshalb machen wir heute diese Folge, nicht um noch mehr Wissen draufzulegen sondern um den Kreis zu schließen.
00:01:54: Mit dem vielleicht entscheidendsten Teil der Umsetzung!
00:02:20: Du verstehst wie dein Körper funktioniert, wie Ernährung Bewegung Regeneration und dein Mindset zusammenspielen.
00:02:28: Du weißt was dir Energie gibt und du weißt auch was sie dir nimmt.
00:02:32: Du hast also kein Wissensproblem und trotzdem setzt du es nicht konstant um.
00:02:38: Du fällst immer wieder zurück und verlierst deinen Rhythmus.
00:02:41: vielleicht kennst du diese Phasen in denen du dir sagst jetzt ziehe ich das wirklich durch und für ein paar Tage läuft alles.
00:02:47: du bist fokussiert diszipliniert fühlst dich gut Du bist nah an dem dran, was wir hier besprechen.
00:02:53: Doch dann reicht auf dein einziger Moment ein stressiger Tag eine schlechte Nachricht oder einen Termin der alles durcheinander bringt und plötzlich bist du wieder raus.
00:03:03: Nicht komplett aber genug das du merkst.
00:03:06: Du bist nicht mehr in deinem Flow.
00:03:08: Und genau das ist der Punkt der so frustriert weil du weißt dass du es kannst.
00:03:14: Du hast es ja schon erlebt Aber du schaffst es nicht es konstant zu halten.
00:03:20: Warum kriege ich das nicht hin?
00:03:23: Oder was stimmt nicht mit
00:03:25: mir?".
00:03:25: Und hier ist die entscheidende Wahrheit.
00:03:27: Das Problem ist nicht dein Wissen, das Problem ist dein System!
00:03:39: Der entscheidenden Punkt ist, dein Körper reagiert nicht auf das, was du weißt sondern auf das was du wiederholt tust.
00:03:47: Wissen ist für deinen Körper erstmal bedeutungslos.
00:03:50: Es ist ein Gedanke, eine Information etwas das in deinem Kopf entsteht.
00:03:56: Aber deinen Körper funktioniert nicht auf dieser Ebene.
00:03:59: Er arbeitet nicht mit Konzepten oder guten Vorsätzen erarbeitet über Anpassungen.
00:04:05: In der Wissenschaft nennt man das Adaption.
00:04:08: Das bedeutet Dein gesamtes System passt sich permanent an das an was du ihm regelmäßig gibst Deine Muskulatur, dein Energielevel.
00:04:23: Dein Körper ist nicht statisch.
00:04:25: er ist dynamisch und darauf ausgelegt sich ständig zu verändern.
00:04:30: aber diese Veränderung passiert nicht durch einzelne Entscheidungen sondern durch klare wiederkehrende Signale.
00:04:37: Und genau hier kommen die drei entscheidenden Faktoren ins Spiel Wiederholung Reize und Muster.
00:04:45: Dein Körper reagiert auf Reize.
00:04:47: Alles was du tust ist ein Reiz Was du isst, wie du dich bewegst.
00:04:52: Wie du schläfst und wie viel Stress du hast.
00:04:55: Aber ein einzelner Reiz ist für deinen Körper noch kein Grund etwas grundlegend zu verändern.
00:05:01: Erst durch Wiederholung bekommt dieser Reiz Bedeutung.
00:05:05: Erst wenn etwas immer wieder passiert erkennt dein Körper.
00:05:08: das ist relevant.
00:05:10: Das ist der neue Standard.
00:05:12: Und aus dieser Wiederholungen entstehen Muster.
00:05:14: Und genau diese Muster sind es an die sich dein Körper anpasst.
00:05:18: Nicht an einzelne Tage, nicht an kurzfristige Motivation sondern an das was ich regelmäßig wiederholt.
00:05:25: Ein ganz simples Beispiel wenn du einmal gesund ist passiert nichts kein nachhaltiger Effekt keine spürbare Veränderung.
00:05:32: dann körper registriert diesen Reiz aber erstuft ihn als einmaliges Ereignis ein.
00:05:37: er sieht keinen Grund etwas umzubauen.
00:05:40: Wenn du aber anfängst regelmäßig gesund zu essen, dann verändert sich etwas.
00:05:45: Dann wird aus einem einzelnen Reiz ein widerkehrendes Muster und genau dann beginnt dein Körper sich anzupassen.
00:05:52: Dein Blutzucker reagiert stabiler, dein Energielevel wird konstanter, dein Hungergefühl verändert sich, hormonelle Prozesse stellen sich neu ein.
00:06:01: Und das gleiche gilt für Bewegung, für Schlaf, für jede Gewohnheit – Ein einzeln des Training verändert nichts!
00:06:08: Aber regelmäßige Bewegung verändert deinen Körper komplett.
00:06:13: Eine gute Nacht Schlaf löst kein Problem, aber konsistenter Schlaf verändert deine gesamte Regeneration.
00:06:20: Und genau hier liegt der Punkt den die meisten unterschätzen Dein Körper unterscheidet nicht zwischen.
00:06:26: ich wollte eigentlich und Ich habe es wirklich getan für ihn zählt nur das was tatsächlich passiert Das was du wiederholst.
00:06:36: Das bedeutet, dein Körper speichert kein Wissen!
00:06:39: Er speichern keinen.
00:06:40: ich weiß dass ich mich besser ernähren sollte.
00:06:43: Er speicher keine.
00:06:44: Ich habe verstanden wie wichtig das ist.
00:06:46: Dein Körper speuchert Verhalten.
00:06:49: Erspeichert Frequenz.
00:06:51: Erpeichert Muster.
00:06:52: Nicht deine Absicht formt deinen Körper sondern deine Wiederholung und genau aus diesen Wiederholungen entsteht am Ende dein Zustand, dein Energielevel und dein Ergebnis.
00:07:12: Und jetzt wird es wirklich entscheidend, weil genau hier entsteht für die meisten der erste echte Aha-Moment!
00:07:19: Was passiert eigentlich in deinem Körper wenn du nicht konstant bist?
00:07:24: Wenn Du Phasen hast indem du voll drin bist und dann wieder Tage oder Wochen in denen alles auseinander fällt?
00:07:32: Dein Körper ist ein System das auf Stabilität ausgelegt.
00:07:36: Es versucht permanent, Vorhersagen zu treffen.
00:07:39: Wann kommt Energie?
00:07:41: Wie viel kommt?
00:07:42: Welche Reize wiederholen sich?
00:07:44: und wenn diese Vorhersehbarkeit fehlt entsteht im Körper etwas das man als Unsicherheit beschreiben kann kein bewusstes Gefühl sondern ein biologischer Zustand.
00:07:55: fangen wir mit einem der zentralsten Punkte an deinem Blutzucker und Insulin.
00:08:01: Wenn deine Ernährung unregelmäßig ist mal sehr bewusst dann wieder impulsiv Mal lange nichts, dann viel auf einmal.
00:08:08: Entstehen Insulin Schwankungen – dein Blutzucker steigt schnell an, fällt wieder ab und steigt erneut.
00:08:15: Diese ständigen Ausschläge verhindern dass dein Körper in einen stabilen Zustand kommt und genau das hat direkte Auswirkungen auf deinen Energielevel.
00:08:25: Deine Energie wird instabil Du hast kurze Hochphasen indem du dich gut fühlst und dann wieder einbrüche Müdigkeit, Konzentrationsprobleme – das Gefühl nicht ganz da zu sein.
00:08:37: Nicht weil der grundsätzlich Energie fehlt sondern weil dein Körper sie nicht gleichmäßig bereitstellen kann.
00:08:43: Er ist beschäftigt damit ständig nachzuregeln.
00:08:46: Parallel dazu reagiert dein Stresssystem und das ist ein Punkt den vielleicht viele komplett unterschätzen.
00:08:54: Cortisol, dein Stresshormon wird nicht nur bei mentalem Stress aktiviert sondern auch bei körperlicher Unregelmäßigkeit.
00:09:02: Wenn dein Körper keinen klaren Rhythmus erkennt, wenn Mahlzeiten, Schlaf und Aktivität ständig variieren interpretiert er das als Unsicherheit.
00:09:12: Und Unsicherkeit bedeutet für deinen System erhöhte Aufmerksamkeit – erhöhte Alarmbereitschaft, Cortisol bleibt leicht erhöht nicht extrem aber konstant im Hintergrund aktiv!
00:09:24: Und genau dieser Zustand wirkt sich direkt auf deinen Stoffwechsel aus.
00:09:29: Dein Körper wird vorsichtig Er wird unsicher, er weiß nicht ob er sich auf eine stabile Energie zuvor verlassen kann.
00:09:36: Und wenn dieser Zustand entsteht trifft dein Körper eine sehr klare Entscheidung – er priorisiert Sicherheit!
00:09:44: Das bedeutet er hält eher Energie zurück, speichert eher statt sie frei zu nutzen.
00:09:50: Effizienz geht vor Veränderung.
00:09:54: Und daraus entstehen die typischen Symptome, die viele kennen aber selten richtig einordnen….
00:09:58: Heißhunger, vor allem auf schnelle leicht verfügbare Energie.
00:10:03: Müdigkeit selbst dann wenn du eigentlich genug gegessen oder geschlafen hast und dieses frustrierende Gefühl das sich nichts wirklich verändert dass du immer wieder startest aber keine echten Fortschritte siehst.
00:10:16: Und jetzt kommt dir entscheidende Verbindung.
00:10:19: dein Fettstoffwechsel also die Fähigkeit deines Körpers auf gespeicherte Energie zurückzugreifen braucht Stabilität.
00:10:27: Er braucht klare, widerkehrende Signale.
00:10:30: Er braucht einen Rhythmus auf den er sich verlassen kann.
00:10:33: Wenn diese Stabilität fehlt bleibt dein Körper im Sicherheitsmodus.
00:10:38: Er greift nicht effizient auf Fettreserven zurück weil die Bedingungen dafür nicht konstant genug sind.
00:10:45: Nicht weil du etwas falsch machst oder deinen Körper nicht funktioniert sondern weil ihm die Grundlage fehlt um zu schalten.
00:10:53: Und genau deshalb ist Konstanz kein nice to have, sie ist die Voraussetzung dafür dass dein Körper überhaupt anfangen kann in deinem Sinne zu arbeiten.
00:11:12: Jetzt gehen wir noch eine Ebene tiefer dorthin wo dein Verhalten tatsächlich entsteht.
00:11:17: Dein Körper speichert nicht nur Energie erspeichert Verhalten und genau das beschreibt was ich dein Speicherbewusstsein nenne.
00:11:25: Außenwissenschaftlicher Sicht passiert hier Folgendes Jedes Verhalten, das Du wiederholst wird in deinem Gehirn als neuronale Verknüpfung gespeichert.
00:11:34: Nervenzellen die gemeinsam aktiv sind verbinden sich stärker und dieser Prozess wird oft mit Neurons that fire together wiretogether beschrieben.
00:11:42: Mit jeder Wiederholung wird der Weg effizienter.
00:11:45: Das Signal läuft schneller braucht weniger Energie weniger bewusste Steuerung.
00:11:51: Gleichzeitig spielt dein Dopaminsystem eine zentrale Rolle.
00:11:55: Dopamin ist nicht einfach nur ein Glückshormon, sondern vor allem ein Lern- und Motivationssignal.
00:12:03: Es markiert Verhalten als lohnend und erhöht die Wahrscheinlichkeit dass du es wiederholst – besonders dann wenn eine schnelle Belohnung folgt wie bei Zucker, Snacks oder kurzfristiger Entlastungen bei Stress.
00:12:18: Und genau daraus entsteht dein Speicherbewusstsein Ein System aus gespeicherten Mustern, das nicht bewusst entscheidet sondern automatisiert abläuft.
00:12:27: Es basiert nicht auf Logik oder Wissen, sondern auf Wiederholung und Belohnung.
00:12:33: Das bedeutet ganz konkret was du oft tust wird automatisiert.
00:12:38: es wandert von bewusster Entscheidung in unbewusste Routine.
00:12:42: Dein Präfrontaler Cortex, also der Teil der für bewusste Entscheidungen zuständig ist wird entlastet.
00:12:48: Während subkortikale Strukturen wie die Basalganglieren die Steuerung übernehmen.
00:12:55: Das Verhalten läuft dann nahezu ohne aktives Nachdenken ab und genau deshalb fühlt es sich leicht an.
00:13:02: Was du hingegen selten tust bleibt anstrengend.
00:13:05: Es benötigt Bewusstekontrolle Aufmerksamkeit und Energie.
00:13:09: Dein System kennt diesen Ablauf noch nicht gut genug.
00:13:13: Die neuronalen Verbindungen sind schwächer, der Ablauf ist nicht automatisiert und genau deshalb fühlt es sich oft so an als müsstest du dich jedes Mal überwinden!
00:13:25: Ein einfaches aber sehr klares Beispiel – wenn Snacks über längere Zeit ein fester Bestandteil deines Alltags waren vielleicht als Reaktion auf Stress als kurze Pause oder als Belohnung, dann ist dieses Verhalten tief im System verankert.
00:13:39: Die neuronalen Verbindungen sind stark – das Dopaminsystem erwartet die Belohnungen und der Ablauf wird automatisch angestoßen.
00:13:47: Du greifst zum Snack ohne lange darüber nachzudenken!
00:13:50: Auf der anderen Seite steht Struktur.
00:13:53: Regelmäßige Mahlzeiten, bewusste Planung, klare Abläufe.
00:13:57: Wenn dieses Verheiten nicht oft genug wiederholt wurde, ist es neurobiologisch noch nicht gefestigt….
00:14:03: Es bleibt im Bereich der bewussten Steuerung und flüht sich deshalb anstrengender an.
00:14:09: Und das ist genau der entscheidende Punkt!
00:14:12: Du hast kein Disziplinproblem, du arbeitest mit einem System, dass exakt das automatisiert was du oft genug wiederholt hast.
00:14:22: Dein Speicherbewusstsein basiert nicht auf dem was du für dich als richtig empfindest sondern auf dem, was dein Gehirn gelernt hat effizient umzusetzen.
00:14:40: Jetzt wird es ehrlich und gleichzeitig extrem entlastend, wenn du es einmal wirklich verstehst.
00:14:46: Warum fällst Du immer wieder zurück?
00:14:48: Obwohl du weißt was zu tun ist.
00:14:51: Ein zentraler Punkt ist, du willst oft zu viel auf einmal.
00:14:55: Du gehst mit Motivation rein, setzt dir klare Ziele und versuchst mehrere Dinge gleichzeitig zu verändern – Ernährung, Training, Routinen vielleicht sogar deinen ganzen Tagesablauf!
00:15:08: Kurzfristig funktioniert das auch, weil Motivation ein starker Antrieb ist.
00:15:12: Aber biologisch ist dieses Vorgehen nicht stabil.
00:15:16: Dein System bekommt zu viele neue Reize gleichzeitig ohne dass daraus klare wiederholbare Muster entstehen können.
00:15:25: Gleichzeitig fehlt oft die Struktur und ohne Struktur gibt es keine Wiederholung – ohne Wiederholungen keine Automatisierung.
00:15:33: Das bedeutet du musst immer wieder neu entscheiden, immer wieder bewusst gegensteuern und genau das kostet Energie viel mehr als die meisten denken.
00:15:44: Dann kommen die Emotionen ins Spiel, dein Verhalten wird nicht primär durch Wissen gesteuert sondern durch deinen aktuellen Zustand.
00:15:52: wie du dich fühlst hat einen direkten Einfluss darauf was du tust.
00:15:57: Und genau hier wird es kritisch.
00:15:59: in stressigen anstrengenden oder emotionalen Momenten greift ein System nicht auf dein Ziel zurück was gespeichert ist.
00:16:08: Und damit sind wir beim biologischen Kern, dein Gehirn ist darauf ausgelegt Energie zu sparen!
00:16:15: Es sucht nicht den besten Weg.
00:16:17: es sucht den Effizientesten und Effizienz bedeutet bekannte Wege nutzen Gewohnheiten nutzen automatisierte Muster nutzen.
00:16:27: Wenn also Stress entsteht sei es durch Arbeit Schlafmangel oder emotionale Belastung schaltet dein System um.
00:16:35: Der Präfrontale Cortex, also dein Planungs- und Entscheidungszentrum wird weniger aktiv.
00:16:41: Und automatisch greifen die Bereiche, die für Gewohnheiten zuständig sind.
00:16:45: Dein System geht in den Energiesparmodus.
00:16:49: Und genau deshalb passiert das was sich oft so frustrierend anfühlt Du fällst nicht zurück weil du schwach bist, du fällts zurück weil dein Gehirn genau dass tut wofür es gemacht ist.
00:17:01: Es wählt nicht dein Ziel, es wählt deine Gewohnheit Nicht weil dein Ziel falsch ist, sondern weil deine Gewohnheit stärker gespeichert ist.
00:17:19: Und jetzt fügt sich alles zusammen!
00:17:21: Wenn du auf die letzten Impulse zurückblickst dann ging es immer wieder um bestimmte zentrale Themen – metabolische Flexibilität Fettstoffwechsel supplements und vielleicht hast Du gemerkt jedes dieser Themen für sich ergibt Sinn aber die eigentliche Wirkung entsteht erst wenn sie in Deinem Alltag zusammenkommen.
00:17:38: Metabolische Flexibilität zum Beispiel, also die Fähigkeit deines Körpers flexibel zwischen verschiedenen Energiequellen zu wechseln entsteht nicht durch einmalige Maßnahmen.
00:17:47: Sie entsteht durch Wiederholung, durch regelmäßige Reize, durch klare Muster, durch einen Rhythmus der deinen Körper erkennt und auf den er sich einstellen kann.
00:17:57: Der Fettstoffwechsel folgt genau demgleichen Prinzip, er braucht Stabilität.
00:18:01: Er braucht verlässliche Signale damit ein Körper überhaupt in diesen Modus wechseln kann.
00:18:06: Wenn dein Alltag ständig schwankt, wenn eine Nährung Schlaf und Aktivität unregelmäßig sind fehlt genau diese Grundlage.
00:18:13: Dein Körper bleibt im Sicherheitsmodus statt effizient auf gespeicherte Energie zuzugreifen Und auch Supplements werden oft missverstanden.
00:18:21: Sie sind keine Abkürzung und kein Ersatz für Struktur, sie können Prozesse unterstützen – ja aber nur innerhalb eines funktionierenden Systems!
00:18:30: Wenn die Basis nicht stimmt wenn keine Wiederholung, keine Stabilität oder klaren Muster vorhanden sind dann verbuft ein Großteil ihrer Wirkung.
00:18:38: Und genau daraus ergibt sich die zentrale Erkenntnis.
00:18:41: All diese Ansätze funktionieren nicht isoliert, sie funktionieren nur im Kontext deines Alltags.
00:18:48: Ohne Struktur, ohne Wiederholung, ohne Stabilität bleiben sie Theorie oder anders gesagt.
00:18:56: Ohne deinen Alltag funktioniert nichts
00:18:59: davon.".
00:19:07: Und jetzt kommt eine Ebene dazu die extrem entscheidend ist – weil dein Verhalten nicht nur durch Biologie entsteht sondern durch das Zusammenspiel von Körper und Psyche.
00:19:16: Dein Verhalten ist immer eine Reaktion auf deinen Zustand.
00:19:20: Wenn Stress entsteht, egal ob durch Arbeit Zeitdruck Schlafmangel oder emotionale Themen reagiert dein Körper sofort.
00:19:28: Cortisol wird ausgeschüttet.
00:19:29: Dein System geht in eine Art Alarm-Modus.
00:19:32: Das Problem ist nicht das Cortisol an sich sondern dass was dadurch in deinem Verhalten passiert.
00:19:39: Deine Impulskontrolle wird schwächer Dein Fokus verschiebt sich weg von langfristigen Zielen hin zu kurzfristiger Entlastung Und genau hier greift dein Belohnungssystem.
00:19:50: Dopamin sorgt dafür, dass dein Gehirn permanent bewertet – was hat mir gerade geholfen?
00:19:56: Was hat sich gut angefühlt?
00:19:58: Was bringt mir Schnellentlastung?
00:20:00: Es geht dabei nicht um Glück im klassischen Sinne sondern um Lernen.
00:20:04: Dein Gehirnen sucht nach Lösungen die sofort wirken!
00:20:10: Wenn du in einem schlechten Moment, zum Beispiel nach einem stressigen Tag zu Essen greifst dann passiert etwas sehr Konkretes.
00:20:18: Du bekommst kurzfristige Entlastung Dein Nervensystem beruhigt sich ein Stück weit dein Fokus verschiebt sich dein Zustand verändert sich und genau diese Veränderungen wird gespeichert.
00:20:30: Nicht das Essen an sich nicht die Kalorien sondern die Wirkung.
00:20:35: Das hat mir gefallen Und das hat mir geholfen.
00:20:38: Das Gleiche passiert bei Frust, wenn du aus deinem Rhythmus fällst, wenn Dinge nicht so laufen wie geplant entsteht innerer Druck und dein System sucht sofort nach einem Ausgleich.
00:20:49: Ein Rückfall ist in diesem Moment keine bewusste Entscheidung gegen deinen Ziel sondern eine automatische Reaktion auf deinen Zustand – und genau so entstehen Gewohnheiten.
00:21:01: Stress führt zu einem bestimmten Verhalten, dieses Verhalten führt zu einer kurzfristigen Entlastung und dein Gehirn verknüpft beides miteinander.
00:21:09: Mit jeder Wiederholung wird diese Verbindung stärker schneller abrufbar automatischer.
00:21:16: Und genau hier liegt der entscheidende Punkt Der Körper lernt nicht was langfristig gut für dich ist erlernt was dir in diesem Moment geholfen hat.
00:21:25: Er speichert nicht deine Absicht sondern die Wirkung Und daraus entsteht ein inneres Muster, das sich beim nächsten ähnlichen Zustand wieder aktiviert.
00:21:35: Ohne Nachdenken ohne bewusste Entscheidung!
00:21:39: Und genau deshalb fühlt es sich manchmal so an als würdest du gegen dich selbst arbeiten – obwohl dein System eigentlich nur das tut was es gelernt hat.
00:21:49: Dich schnell zu entlasten.
00:21:59: Und jetzt wird es praktisch und vor allem realistisch umsetzbar….
00:22:03: Denn Umsetzung funktioniert nicht darüber, dass du dich mehr anstrengst.
00:22:08: Sie funktioniert darüber, in das du dein System vereinfachst.
00:22:12: Die meisten Menschen scheitern nicht an fehlenden Wissen oder Motivationen sondern an zu vielen Entscheidungen im Alltag.
00:22:18: Jeder Tag neu überlegen was esse ich wann trainiere ich wie strukturiere ich meinen Tag?
00:22:24: all das kostet mentale Energie und genau diese Energie ist begrenzt.
00:22:30: Aus wissenschaftlicher Sicht spricht man hier von kognitiver Belastung.
00:22:34: Dein Gehirn kann nur eine bestimmte Anzahl bewusster Entscheidungen effizient treffen.
00:22:39: Je mehr du davon brauchst, desto schneller sinkt deine Entscheidungsqualität und desto wahrscheinlicher greist Du auf einfache bekannte Muster zurück.
00:22:50: Und genau deshalb funktioniert nachhaltige Umsetzung über vier zentrale Prinzipien.
00:22:56: Weniger Entscheidung – klare Struktur Wiederholung und kleine Schritte.
00:23:02: Weniger Entscheidung bedeutet, dass du Dinge einmal festlegst statt sie täglich neu zu verhandeln.
00:23:08: Du nimmst dir Bewusstvariabilität raus nicht um dich einzuschränken sondern um dein System zu entlasten.
00:23:17: Klare Struktur gibt deinem Alltag feste Anker.
00:23:21: Bestimmte Zeiten wie der kehrende Abläufe einfach regeln.
00:23:25: Dein Körper erkennt dadurch Muster und kann sich darauf einstellen.
00:23:30: Wiederholungen sorgen dafür, dass genau diese Struktur automatisiert wird.
00:23:35: Was du oft tust?
00:23:37: Wird leichter!
00:23:38: Es wandert von bewusster Entscheidung in unbewusstes Verhalten und kleine Schritte sind entscheidend damit das Ganze überhaupt stabil bleibt – nicht maximal starten sondern so, daß Du es wirklich täglich wiederholen kannst.
00:23:52: Konstanz entsteht nicht durch Intensität, sondern durch Wiederholbarkeit.
00:23:58: Ein einfaches Beispiel.
00:23:59: Gleiche oder ähnliche Mahlzeiten, feste Essenszeiten und klare Routinen im Alltag.
00:24:06: Du reduzierst Komplexität und schaffst Vorhersehbarkeit – genau das braucht dein Körper um sich anzupassen!
00:24:15: Und genau hier liegt der entscheidende Punkt.
00:24:16: Umsetzung wird nicht leichter weil du diszipliniert erwirst.
00:24:20: Umsetzung wird leichter, weil du weniger entscheiden musst und ein System anfängt für dich zu arbeiten….
00:24:36: Und jetzt kommt der vielleicht wichtigste Punkt von allen, weil er entscheidet wie du alles was du bisher gehört hast überhaupt einordnest.
00:24:44: Die meisten Menschen schauen auf ihr Verhalten und machen daraus sofort eine persönliche Bewertung.
00:24:49: Wenn sie nicht konstant sind wenn Sie zurückfallen, wenn sie Dinge nicht durchziehen dann kommen sehr schnell dieser Gedanke ich bin undiszipliniert Ich kriege das einfach nicht hin.
00:25:00: andere schaffen dass ich irgendwie nicht Und das fühlt sich im ersten Moment vielleicht logisch an, ist aber inhaltlich falsch.
00:25:06: Denn was du hier tust, ist Verhalten mit Identität zu verwechseln.
00:25:10: Du machst aus einem Ereignis eine Eigenschaft und genau das blockiert dich!
00:25:17: Denn wenn du glaubst, du bist undiszipliniert dann liegt die Lösung automatisch darin, dich mehr anzusträngen – mehr Kontrolle, mehr Druck, mehr Disziplin.
00:25:26: Du versuchst dich selbst zu verändern anstatt die Bedingungen unter denen dein Verhalten entsteht.
00:25:33: Und genau das funktioniert langfristig nicht!
00:25:37: Die Realität ist, du bist nicht undiszipliniert, dein System ist nicht aufgebaut – keine stabilen Muster, dann kann auch kein stabiles Verhalten entstehen.
00:26:06: Egal wie motiviert du bist und genau deshalb bringt es nichts dich selbst zu bewerten.
00:26:13: Die viel wichtigere Frage ist Wie ist dein System aufgebaut?
00:26:18: Hast Du klare Abläufe?
00:26:20: hast Du Wiederholungen?
00:26:21: hast Du Strukturen die Dich tragen Auch an schlechten Tagen?
00:26:26: oder hängt alles An Motivation und spontanen Entscheidungen?
00:26:30: Und genau hier passiert der Schiff.
00:26:32: Nicht ich bin undiszipliniert, sondern mein System ist noch nicht so aufgebaut dass es mich automatisch unterstützt.
00:26:41: Das nimmt den Druck raus aber nicht die Verantwortung.
00:26:44: Im Gegenteil Es gibt dir Kontrolle zurück weil du dein System verändern kannst.
00:26:49: Du kannst Strukturen schaffen Du kannst Wiederholungen einbauen Du kannst deinen Umfeld so gestalten Dass die richtigen Dinge leichter werden verändert sich auch dein Verhalten.
00:27:01: Nicht weil du ein anderer Mensch wirst, sondern weil dein System plötzlich anders arbeitet.
00:27:07: Zum Abschluss gehen wir noch einmal zurück in etwas ganz einfachen aber gleichzeitig extrem entscheidend deiner Wahrnehmung.
00:27:15: Dein Alltag ist kein Zufall, es ist ein Feedback-System.
00:27:19: Alles was du täglich erlebst – dein Energielevel, dein Hunger, deine Konzentration Dein Schlaf, deine Stimmung ist keine Laune deines Körpers.
00:27:29: Es ist Rückmeldung.
00:27:32: Dein Körper zeigt dir permanent wie er auf das reagiert was du ihm gibst – nicht theoretisch sondern ganz konkret jeden einzelnen Tag!
00:27:41: Wenn deine Energie schwankt, ist das ein Signal.
00:27:45: Wenn Du Heißhunge hast, ist es ein Signal….
00:27:49: wenn Du Dich klar und stabil fühlst ist das auch ein Signal.
00:27:53: Und genau hier liegt der Unterschied, die meisten versuchen mehr zu tun, mehr optimieren, mehr verändern, mehr kontrollieren.
00:28:01: aber oft geht es nicht darum mehr zu tun sondern darum besser wahrzunehmen Zu verstehen was dein Körper dir bereits zeigt Erkennen welche Muster sich durch deinen Alltag ziehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
00:28:16: Denn dein Körper arbeitet nicht gegen dich.
00:28:18: er reagiert auf das was du regelmäßig tust Und wenn du beginnst, das wirklich wahrzunehmen verändert sich dein Blick komplett.
00:28:26: Du gehst raus aus dem Reinen.
00:28:28: ich muss etwas ändern und rein in ein Verständnis dafür was bereits
00:28:33: passiert.".
00:28:34: Genau da entsteht echte Veränderung nicht durch mehr Aktion sondern durch mehr Bewusstsein.
00:28:44: Ende.
00:28:45: Vielen Dank, dass du dir heute wieder Zeit genommen hast und wenn du zusätzlich Fragen, Anregungen, Feedback hinweise oder Tipps hast – gern an die Mail-Adresse in den Schornots!
00:28:55: Bis nächste Woche.
00:28:56: lasst es dir gut gehen, bleibe wahrnehmungsfähig.
00:29:00: Die Sirene des Körpers der Podcast, der deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:29:05: Bleib gesund, ciao.
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