Die Sirene des Körpers - Folge 80 - Selbstachtung
Shownotes
Pierre Bohn - Personal Trainer Medical Fitness, Mental Health Coach, Ernährungsberater Website: www.medical-fit.com
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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen, die Sirene des Körpers der Podcast.
00:00:08: Er deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:00:11: Sonntagmorgen weiter geht's.
00:00:13: schön dass du wieder dabei bist!
00:00:21: In der letzten Folge haben wir über den Rhythmus des Körper gesprochen und darüber warum Gesundheit weit mehr ist als Ernährung Bewegung oder Schlaf.
00:00:30: Wir haben gesehen, dass unser Körper nicht nach der Uhr lebt sondern nach biologischen Rhythmen die jede einzelne Zelle unserer Hormone unseren Nervensystem und unseren gesamten Stoffwechsel steuern.
00:00:41: Wir haben uns angeschaut wie unsere innere Uhr funktioniert warum nahezu jedes Organ seinem eigenen Takt folgt und weshalb ein gestörter Rhythmus beispielsweise durch schichtarbeit chronisch Stress unregelmäßige Schlafzeiten oder spätemalzeiten weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann.
00:00:58: Außerdem haben wir darüber gesprochen, dass auch unsere Gedanken Emotionen unserer Leistungsfähigkeit und sogar unsere Regeneration rhythmischen Schwankungen unterliegen.
00:01:08: Ein zentraler Gedanke der Folge war das Gesundheit nicht durch permanente Leistung entsteht sondern durch den richtigen Wechsel zwischen Aktivität und Erholung.
00:01:16: Der Körper braucht keinen perfekten Alltag er braucht Verlässlichkeit und einen Rhythmus auf den er sich verlassen kann.
00:01:23: Und genau daran möchte ich heute anknüpfen Denn selbst wenn wir verstehen was unserem Körper gut tut stellt sich eine ganz entscheidende Frage.
00:01:30: Warum handeln wir so oft?
00:01:31: Trotzdem dagegen!
00:01:33: Warum ignorieren wir Müdigkeit, überschreiten unsere Grenzen, stellen die Bedürfnisse anderer über unsere eigenen und funktionieren einfach weiter – obwohl unser Körper längst um eine Pause
00:01:43: bittet?!
00:01:44: Und die Antwort hat viel mit einem Thema zu tun, über das erstaunlich selten gesprochen wird.
00:01:49: Und genau darüber geht es heute.
00:01:58: Kennst du das?
00:01:59: Du sagst ja, obwohl in dir längst alles nein schreit.
00:02:03: Du nimmst hier vor, heute einmal früher Feierabend zu machen und bleibst doch wieder länger.
00:02:08: Nicht weil du musst sondern weil du niemanden enttäuschen möchtest.
00:02:12: Du kümmerst dich um deine Familie, deine Freunde, deine Kollegen.
00:02:16: Du hörst zu bis da unterstützt, organisiert und funktioniert.
00:02:20: Und wenn am Ende des Tages noch etwas Zeit übrig bleibt dann vielleicht für Dich Vielleicht!
00:02:26: Du spürst eigentlich dass dein Körper müde ist Dass du eine Pause brauchst, dass dir Schlafruhe oder einfach ein Moment für dich gut tun würde.
00:02:35: Aber du machst weiter!
00:02:36: Du hältst durch... ...du verschiebst deine Bedürfnisse auf morgen und irgendwann wird aus einem einzelnen Tag eine Gewohnheit.
00:02:44: Und viele Menschen leben genau so Nicht weil sie ihren Körper nicht kennen sondern weil sie gelernt haben die Bedürfenisse anderer wichtiger zu nehmen als die eigenen.
00:02:53: Dabei beginnt der Körper irgendwann sich bemerkbar zu machen Nicht mit Worten sondern mit Müdigkeit, mit Verspannung und Erschöpfung, mit innerer Unruhe.
00:03:03: Mit dem Gefühl ständig zu funktionieren aber sich selbst dabei immer mehr zu verlieren.
00:03:08: Und genau das macht dieses Thema so spannend!
00:03:11: Denn warum fällt es uns oft leichter anderen mit Verständnis Geduld und Respekt zu begegnen als uns selbst?
00:03:18: Warum achten wir darauf, dass Menschen die wir lieben ausreichend schlafen sich nicht überlasten und gut für sich sorgen, während wir unsere eigenen Grenzen immer wieder überschreiten?
00:03:29: Ist das wirklich Selbstlosigkeit oder steckt etwas ganz anderes dahinter.
00:03:33: Vielleicht fehlt uns manchmal gar nicht mehr Zeit vielleicht fehlt auch nicht mehr Disziplin vielleicht fehlt uns etwas viel Grundlegenderes selbst Achtung Ein Begriff, der oft mit Selbstliebe verwechselt wird und doch etwas völlig anderes beschreibt.
00:03:50: Denn selbst Achtung beginnt nicht damit sich großartig zu finden – sie beginnt mit der Entscheidung, sich selbst ernstzunehmen.
00:03:58: Die eigenen Grenzen, die eigenen Bedürfnisse, die eigene Werte und vielleicht sogar die Signale des eigenen Körpers.
00:04:06: Denn genau dort beginnt häufig Gesundheit und genau dort begins auch das Thema unserer heutigen Folge!
00:04:19: Bevor wir tiefer in das Thema eintauchen, lohnt es sich ein Moment bei der Frage stehen zu bleiben.
00:04:24: Was bedeutet Selbstachtung eigentlich?
00:04:27: Denn dieser Begriff wird häufig verwendet und genauso häufig mit anderen Begriffen verwechselt.
00:04:32: aus psychologischer Sicht beschreibt Selbstachtungen die Fähigkeit sich selbst als wertvolle Menschen anzuerkennen und entsprechend mit sich umzugehen.
00:04:41: sie zeigt sich nicht indem was wir über uns denken oder sagen sondern vor allem in unseren Entscheidungen und unserem Verhalten.
00:04:48: Selbstachtung bedeutet die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, die eigenen Grenzen zu respektieren nach den eigenen Werten zu handeln und auch den Signalen des eigenen Körpers Aufmerksamkeit zu schenken.
00:05:00: Dabei ist Selbstachtungen nicht dasselbe wie Selbstwert.
00:05:04: Der Selbstwert beschreibt wie wertvoll wir uns selbst empfinden.
00:05:08: Er beantwortet die Frage Wie viel bin ich mir selbst wert?
00:05:13: Die Selbst-Achtung geht noch einen Schritt weiter.
00:05:16: Sie fragt Handle ich auch so, als wäre ich es wert.
00:05:20: Denn zwischen dem was wir über uns denken und dem wie wir mit uns umgehen kann ein großer Unterschied legen.
00:05:27: Ähnlich verhält es sich mit dem Selbstbewusstsein.
00:05:31: Selbstbewusstein bedeutet zunächst einmal Sich einer selbst bewusst zu sein Die eigenen Gedanken Gefühle Stärkenschwächen und Motive wahrzunehmen.
00:05:42: Es beschreibt also in erster Linie die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung.
00:05:47: Selbstvertrauen wiederum ist etwas anderes.
00:05:49: Es entsteht durch Erfahrungen, durch Situationen in denen wir Herausforderung gemeistert haben und die Überzeugung entwickeln.
00:05:56: Ich kann das schaffen!
00:05:57: Man kann also durchaus großes selbst Vertrauen im Beruf oder im Sport besitzen und gleichzeitig wenig Selbstachtung haben wenn man dabei permanent die eigenen Grenzen überschreitet.
00:06:09: Und dann gibt es noch die Selbstliebe.
00:06:10: sie beschreibt die wohlwollende freundliche und annehmender Haltung sich selbst gegenüber.
00:06:16: Sie bedeutet sich auch mit den eigenen Fehlern und Unvollkommenheiten anzunehmen.
00:06:21: Doch selbst Liebe ohne Selbstachtung bleibt oft nur ein schöner Gedanke, denn jemand kann sich vornehmen liebevoll mit sich umzugehen und trotzdem jeden Tag zu wenig schlafen, Mahlzeiten ausfallen lassen, Wahnsignale ignorieren oder sich dauerhaft überfordern.
00:06:36: Genau deshalb ist Selbstachtungen so grundlegend!
00:06:40: Sie zeigt sich nicht in Worten sondern im Handeln.
00:06:42: vielleicht kann man das so zusammenfassen selbst Wert ist das Gefühl wertvoll zu sein.
00:06:47: Selbstbewusstsein ist das Wissen darüber, wer ich bin.
00:06:50: Selbstvertrauen ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten.
00:06:54: Selbstliebe ist die freundliche Haltung mir selbst gegenüber.
00:06:57: Selbst Achtung aber!
00:06:59: Ist die Entscheidung all das auch im eigenen Leben sichtbar werden zu lassen?
00:07:03: Sie zeigt sich darin wie wir mit unserem Körper umgehen, wie wir unsere Grenzen respektieren, wie Wir Entscheidungen treffen und ob wir bereit sind uns selbst genauso ernstzunehmen Wie die Menschen, die uns wichtig sind.
00:07:15: Denn am Ende erkennt der Körper nicht, was wir über uns denken.
00:07:18: Er lebt jeden Tag nur wie wir mit ihm umgehen.
00:07:28: Wenn wir über Selbstachtung sprechen, denken die meisten Menschen zuerst an etwas Psychologisches An Gedankengefühle oder den Umgang mit sich selbst.
00:07:36: Ich glaube jedoch dass Selbstachtungen viel früher beginnt.
00:07:38: Sie beginnen nicht im Kopf sie beginnen dem Körper.
00:07:41: Dennoch bevor wir bewusst über etwas nachdenken spricht unser Körper bereits mit uns Nicht in Worten sondern in Signalen.
00:07:47: Er zeigt uns, wenn wir müde sind.
00:07:49: Er meldet sich, wenn Wir Hunger haben.
00:07:51: Er macht uns auf Schmerzen aufmerksam.
00:07:53: Er signalisiert Anspannung, Erschöpfung oder Überforderungen.
00:07:57: Diese Signale sind keine Störungen und sie sind auch kein Zeichen von Schwäche!
00:08:01: Sie sind die Sprache unseres Körpers.
00:08:03: Sie sind Informationen.
00:08:05: Sie sollen uns helfen das innere Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
00:08:09: Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht ob unser Körper mit uns spricht?
00:08:12: Die Frage lautet hören wir überhaupt noch zu?
00:08:15: Oder haben wir gelernt, diese Signale zu übergehen?
00:08:18: Vielleicht kennst du das.
00:08:19: Du bist müde also trinkst du noch einen Kaffee!
00:08:22: Du bist erschöpft aber ziehst trotzdem das Training durch.
00:08:25: Du hast Hunger doch für eine Mahlzeit ist gerade keine Zeit.
00:08:28: Du spürst Stress und sagst dir Das halte ich schon auch aus.
00:08:31: Einmal ist das überhaupt kein Problem.
00:08:33: unser Körper ist erstaunlich anpassungsfähig Doch wenn aus dem Gelegentlichen übergehen Eine Gewohnheit wird beginnt etwas Entscheidendes.
00:08:41: Wir verlieren den Kontakt zu unseren eigenen
00:08:44: Bedürfnissen.".
00:08:46: Aus biologischer Sicht ist das hochinteressant und sein Nervensystem sammelt permanent Informationen aus dem gesamten Körper.
00:08:52: Er registriert Herzschlag, Atmung, Muskelspannung, Blutzucker, Entzündungsprozesse und unzählige weitere Signale.
00:09:00: Auf dieser Grundlage entscheidet er fortlaufend ob sich unser Organismus in einem Zustand von Sicherheit oder Belastung befindet.
00:09:07: Werden Wahnsignale immer wieder ignoriert, bleibt das nicht ohne Folgen.
00:09:12: Das Nervensystem kann dauerhaft in einem Zustand erhöhter Aktivierung bleiben – der Körper schüttet vermehrt Cortisol und andere Stresshormone aus um weiterhin leistungsfähig zu bleiben.
00:09:22: Kurzfristig ist es ein sinnvoller Überlebensmechanismus Langfristig kostet dieser Zustand jedoch Energie.
00:09:28: Regeneration wird erschwert Der Schlaf kann schlechter werden Die Erholung bleibt aus und irgendwann meldet sich der Körper nicht mehr leise, dann wird Ausmüdigkeit erschöpfung.
00:09:38: Aus Verspannungen werden Schmerzen aus innerer Unruhe wird dauerhafter Stress.
00:09:43: Der Körper erhöht sozusagen die Lautstärke seiner Signale weil die Leisenhinweise nicht gehört wurden Und vielleicht ist genau das eine neue Perspektive auf Selbstachtung.
00:09:56: Selbstachtung bedeutet nicht nur freundlich über sich zu denken, selbst Achtung bedeutet die Sprache des eigenen Körpers ernst zu nehmen.
00:10:04: Denn jedes Signal das dein Körper sendet stellt dir im Grunde dieselbe Frage Hörst du mir zu?
00:10:11: Und vielleicht beginnt Selbstachtungen genau in diesem Moment indem wir nicht mehr gegen unseren Körper arbeiten sondern anfangen mit ihm zusammenzuarbeiten Um Selbstachtung wirklich zu verstehen, möchte ich mein persönliches Modell vorstellen.
00:10:32: Ein Blick darauf werfen.
00:10:33: einige von euch kennen das ja bereits Der Mensch besteht nicht nur aus Gedanken Nicht nur aus seinem Körper, nicht nur Aus seinen Emotionen und Gefühlen oder seinem Verhalten.
00:10:44: Wir erleben uns auf verschiedenen Ebenen Und auf jeder dieser Ebene kann Selbstachtungen entstehen Oder verloren gehen.
00:10:53: Und für mich lässt sich selbst Achtung deshalb auch in diesen vier Dimensionen betrachten.
00:10:59: Dem Körper, dem Geist, dem Ego und dem Selbst.
00:11:04: Und diese Ebenen beeinflussen sich gegenseitig.
00:11:06: wenn eine Ebene aus dem Gleichgewicht gerät wirkt sich das häufig auch auf die anderen aus.
00:11:12: Die erste Ebene ist die Grundlegendste der Körper Denn bevor wir denken bewerten oder Entscheidung treffen existieren wir zunächst einmal als biologisches Wesen.
00:11:23: Selbstachtung beginnt deshalb nicht erst bei großen Lebensentscheidungen, sie beginnt bei den alltäglichen Dingen.
00:11:30: Schlaf ich ausreichend?
00:11:31: Gebe ich meinem Körper die Bewegung, die er benötigt?
00:11:34: Versorge ich ihn mit Energie und Nährstoffe?
00:11:36: gebe ich ihm Zeit zur Regeneration.
00:11:39: Respektiere ich Schmerzen und Erschöpfung oder behandle ich meinen Körper wie ein Werkzeug das einfach funktionieren muss.
00:11:46: Viele Menschen achten ihren Körper erst dann wenn er nicht mehr funktioniert.
00:11:50: Sie hören erst zu wenn der Schmerz laut wird.
00:11:53: Doch der Körper kommuniziert ständig.
00:11:55: Müdigkeit ist eine Information, Hunger ist eine information, Anspannung ist eine Informationen, Erschöpfung ist einer Information.
00:12:03: Selbstachtung bedeutet deshalb diese Signale nicht als Hindernis zu betrachten sondern als Orientierung.
00:12:09: Der Körper ist nicht etwas das wir kontrollieren müssen.
00:12:12: er ist der Ort an dem wir unser gesamtes Leben erfahren.
00:12:17: Die zweite Ebene ist unser Geist die Welt die wir innerlich erschaffen unsere Gedanken, unsere Bewertungen, unsere inneren Dialoge.
00:12:26: Und genau hier passiert etwas sehr Interessantes.
00:12:29: Viele Menschen behandeln andere Menschen deutlich respektvoller als sich selbst.
00:12:34: Wenn ein guter Freund einen Fehler macht, reagieren wir oft mit Verständnis.
00:12:38: Wir sagen ja das kann passieren, sei nicht so streng Du hast dein Bestes gegeben.
00:12:42: Doch wenn wir selbst ein Fehler machen, klingt die Stimme in unserem Kopf oft ganz anders!
00:12:46: Warum hast du das nicht besser gemacht?
00:12:48: Du hättest es wissen müssen.
00:12:49: andere schaffen das doch auch und diese innere Sprache beeinflusst unser gesamtes System.
00:12:55: ständige Selbstkritik erzeugt Stress.
00:12:58: Perfektionismus erzeug Druck.
00:13:00: Vergleiche erzeugen das Gefühl nie genug zu sein.
00:13:04: Viele dieser Gedanken entstehen durch alte Erfahrungen Erziehung oder Glaubenssätze, die wir irgendwann übernommen haben.
00:13:10: Selbstachtung bedeutet deshalb auch, den eigenen Gedanken nicht alles ungeprüft zu glauben.
00:13:16: Nicht jeder Gedanke ist eine Wahrheit und nicht jede innere Stimme spricht im Sinne unseres eigenen Wohlbefindens.
00:13:23: Die Frage ist, würdest du mit einem Menschen, denen du liebst genauso sprechen wie du manchmal mit dir selbst sprichst?
00:13:31: Die dritte Ebene ist das Ego.
00:13:33: Dabei geht es nicht um etwas Negatives oder Spirituelles.
00:13:37: Psychologisch betrachtet beschreibt das Ego den Teil in uns, der unser Selbstbild schützen und aufrechterhalten möchte.
00:13:46: Es sucht Sicherheit durch äußere Orientierung – durch Anerkennung, durch Status, durch Vergleich, durch Leistungen, durch Bestätigung, durch Perfektion.
00:13:55: Das Ego fragt wie werde ich gesehen?
00:13:58: Bin ich gut genug?
00:13:59: Bin nicht erfolgreicher als andere?
00:14:01: bekomme Ich Anerkendung?
00:14:04: Und genau hier entsteht eine häufige Verwechslung.
00:14:07: Viele Menschen glauben, sie würden Selbstachtung aufbauen wenn Sie mehr Anerkennungen bekommen.
00:14:13: Wenn andere sie loben, wenn sie erfolgreich sind – wenn sie besser abschneiden als andere.
00:14:18: Aber das Problem ist, äußere Anerkennenung ist abhängig von Faktoren die wir nicht vollständig kontrollieren können.
00:14:24: Heute bekommen wir Lob, morgen Kritik.
00:14:26: heute fühlen wir uns erfolgreich, morgen vergleichen wir uns wieder.
00:14:30: Das Ego lebt von Bewertungen.
00:14:32: Selbst Achtung?
00:14:33: Nicht!
00:14:34: Selbstachtung entsteht nicht dadurch, dass wir uns über andere Stellen, sondern dadurch, das wir uns selbst nicht verlassen unabhängig davon wie andere uns gerade bewerten.
00:14:44: Und die vierte Ebene ist die tiefste – das Selbst.
00:14:47: Damit ist der Teil in uns gemeint, der wahrnimmt und beobachtet, der nicht sofort reagieren muss.
00:14:53: Das Selbst fragt nicht, wie wirke ich?
00:14:56: Sondern was entspricht wirklich meinen Werten?
00:14:59: Es erkennt die eigenen Bedürfnisse es erkennt den Grenzen Es muss nichts beweisen, es muss niemandem etwas vorspielen.
00:15:07: Hier entsteht eine Verbindung zur Körperwahrnehmung denn unser Körper gibt uns ständig Hinweise darauf ob unser Leben mit dem übereinstimmt was uns wirklich wichtig ist.
00:15:17: Wir spüren oft früher als wir es bewusst formulieren können wenn etwas nicht stimmt ein Druckgefühl einer innere Unruhe Erschöpfung Anspannung aber auch Ruhe Leichtigkeit Stimmigkeit.
00:15:30: Das selbst nimmt diese Signale wahr und kann bewusst entscheiden.
00:15:34: Nicht aus Angst, nicht aus dem Bedürfnis nach Anerkennung – nicht aus alten Mustern sondern aus Verbindung mit sich selbst!
00:15:41: Und vielleicht ist genau das der Kern von Selbstachtung den Körper zu hören die Gedanken zur Hinterfragen das Ego zu verstehen und wieder Zugang zu dem Teil in uns zu finden der weiß was wirklich wichtig ist?
00:15:53: Denn am Ende bedeutet Selbstachtungen nicht sich über andere zu stellen.
00:15:57: Es bedeutet, sich selbst nicht länger zu übergehen!
00:16:08: Wenn Selbstachtung so wichtig für unsere Gesundheit und unser Leben ist stellt sich eine entscheidende Frage.
00:16:13: Warum verlieren Menschen überhaupt den Kontakt zu sich selbst?
00:16:17: Warum lernen manche Menschen ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen?
00:16:22: Warum fällt es ihnen leichter die Erwartung anderer zu erfüllen als die eigenen Grenzen zu achten?
00:16:28: Und die Antwort beginnt oft viel früher, als wir denken.
00:16:30: Sie beginnt mit unserer Entwicklung.
00:16:33: Als Kinder kommen wir Mit einem natürlichen Gefühl auf die Welt.
00:16:37: unsere Bedürfnisse sind wichtig.
00:16:39: Wir spüren Hunger, Müdigkeit Freude Angst oder den Wunsch nach Nähe und wir zeigen diese Signale ganz selbstverständlich.
00:16:46: Doch im Laufe unserer Entwicklung lernen wir wie Beziehungen funktionieren.
00:16:51: Was wird von mir erwartet?
00:16:53: Wann bekomme ich Anerkennung, wann fühle ich mich sicher.
00:16:56: Was muss ich tun um dazu zu
00:16:58: gehören?".
00:16:59: Und genau hier entsteht ein wichtiger Punkt Menschen sind soziale Wesen.
00:17:04: Für einen Kind ist Zugehörigkeit nicht nur emotional wichtig sie ist biologisch überlebenswichtig.
00:17:09: Ein Kind ist darauf angewiesen dass andere Menschen sich kümmern schützen und Sicherheit geben.
00:17:14: Die moderne Bindungsforschung zeigt das.
00:17:16: frühere Beziehungserfahrungen beeinflussen wie wir später mit uns selbst und anderen umgehen.
00:17:21: Wenn ein Kind regelmäßig erlebt, meine Gefühle werden wahrgenommen.
00:17:24: Meine Bedürfnisse sind wichtig.
00:17:26: ich darf nein sagen.
00:17:28: Ich werde auch angenommen wenn ich nicht perfekt bin dann entwickelt sich häufig ein stabiles inneres Fundament.
00:17:33: Es entsteht die Erfahrung ich bin wertvoll auch ohne etwas leisten zu müssen.
00:17:38: Wenn ein kind jedoch häufig erlebt dass bestimmte gefühle unerwünscht sind bedürfnete keinen Platz haben oder Anerkennung hauptsächlich über Leistungen Anpassung oder Verhalten entsteht kann sich ein anderes Muster entwickeln.
00:17:49: Dann lernt der Mensch möglicherweise, ich bekomme Aufmerksamkeit wenn ich funktioniere.
00:17:53: Ich werde akzeptiert wenn ich es allen recht mache.
00:17:56: Ich bin sicher wenn ich keine Probleme verursache.
00:17:59: und genau hier kann Selbstachtung langsam verloren gehen.
00:18:02: nicht weil ein Mensch sich bewusst gegen sich selbst entscheidet sondern weil er irgendwann gelernt hat das Anpassungen Sicherheit bringt.
00:18:10: diese Muster werden im Gehirn durch neuronale Entwicklung geprägt.
00:18:14: unser Gehirns ist formbar.
00:18:15: Erfahrungen hinterlassen Spuren und stärken bestimmte Verbindung, was wir häufig erleben wird leichter abrufbar.
00:18:23: Wenn jemand über Jahre gelernt hat die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren und stattdessen immer die Erwartung anderer zu erfüllen wird dieses Verhalten irgendwann automatisch.
00:18:32: es wird so einem vertrauten Muster Und das Gehirn liebt Vertrautheit nicht unbedingt weil sie gut ist sondern weil sie bekannt ist.
00:18:41: auch unser Belohnungssystem spielt dabei eine Rolle.
00:18:44: Anerkennung, Lob und soziale Bestätigung aktivieren im Gehirnsysteme die mit Motivationen und Belohnungen verbunden sind.
00:18:51: Wenn ein Mensch gelernt hat seinen Wert über Leistung oder die Zustimmung anderer zu definieren kann genau diese äußere Bestätigung zu etwas werden wonach er immer wieder sucht mehr leisten mehr erreichen mehr gefallen mehr beweisen.
00:19:06: doch das Problem entsteht dort wo die eigene innere Stimme immer leiser wird.
00:19:11: wenn der Fokus dauerhaft im außen liegt verlieren wir irgendwann den Kontakt zu der Frage, was brauche eigentlich ich?
00:19:18: Unsere heutige Gesellschaft verstärkt diese Dynamik zusätzlich.
00:19:22: Social media zeigt ständig Vergleiche.
00:19:24: Leistung wird häufig mit Wert gleichgesetzt.
00:19:27: Perfektion wird als erstrebenswert dargestellt.
00:19:30: Viele Menschen präsentieren nach außen ein optimiertes Bild ihres Lebens und vergleichen dieses Bild dann mit ihrem eigenen Alltag.
00:19:38: Dabei entsteht leicht das Gefühl Ich bin noch nicht genug Ich muss mehr erreichen, ich muss mich verändern um wertvoll zu sein.
00:19:45: Doch Selbstachtung entsteht nicht dadurch dass wir endlich perfekt werden.
00:19:49: sie entsteht in dem Moment indem wir aufhören unseren Wert ständig beweisen zu müssen.
00:19:54: vielleicht ist deshalb eine der wichtigsten Erkenntnisse viele Menschen verlieren ihre Selbstachtungen nicht weil Sie sich selbst nicht mögen sondern weil sie irgendwann gelernt haben sich selbst zu übergehen und der Weg zurück beginnt damit wieder wahrzunehmen was fühle ich Was brauche ich, was entspricht meinen Werten?
00:20:13: Denn Selbstachtung bedeutet nicht sich von anderen zu entfernen.
00:20:17: Sie bedeutet bei sich selbst wieder
00:20:19: anzukommen.".
00:20:28: Wenn wir über fehlende Selbstachtungen sprechen denken viele Menschen zunächst an psychologische Folgen.
00:20:33: man denkt dann Unsicherheit an Zweifel und Schwierigkeiten Grenzen zu setzen.
00:20:38: doch Selbstachtungs betrifft nicht nur unsere Gedanken oder unser Verhalten.
00:20:42: Sie wirkt direkt auf unseren Körper, denn der Körper unterscheidet nicht zwischen einem äußeren Stressor und einem inneren Konflikt.
00:20:50: ob eine reale Gefahr besteht oder ob wir ständig gegen unsere eigenen Bedürfnisse handeln.
00:20:56: Oder ob wir dauerhaft unter Druck stehen.
00:20:58: unser Nervensystem verarbeitet all diese Informationen als Belastung Und genau hier entsteht eine Verbindung zu vielen Themen über die wir bereits gesprochen haben.
00:21:07: Wenn ein Mensch immer wieder die eigenen Grenzen überschreitet, ständig funktioniert, eigene Bedürfnisse ignoriert und dauerhaft gegen die Signale des Körpers arbeitet, entsteht einen Zustand von chronischer Aktivierung.
00:21:19: Der Körper bleibt im Alarm-Modus – der Sympathikus ist häufiger aktiv, Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden vermehrt ausgeschüttet.
00:21:28: Kurzfristig, wie gesagt ist das sinnvoll.
00:21:30: Der Körper stellt Energie bereit die Aufmerksamkeit steigt wir können Leistung erbringen doch ein System dass dauerhaft auf Aktivierung läuft kann irgendwann nicht mehr ausreichend regenerieren.
00:21:40: und genau hier beginnt das Problem.
00:21:42: Ein dauerhafter erhöhter Stresszustand kann zahlreiche Prozesse im Körper beeinflussen.
00:21:47: Die Schlafqualität kann leiden weil der Körper Schwierigkeiten bekommt vollständig in einen Ruhe- und Erholungszustand zurückzufinden.
00:21:54: Die Verdauung kann beeinträchtigt werden, weil der Körper in Stresssituation weniger Energie in Prozesse investiert die für unmittelbares Überleben nicht entscheidend sind.
00:22:04: Das Immunsystem kann aus dem Gleichgewicht geraten, weil die ständige Alarmbereitschaft Ressourcenverbrauch eigentlich für Regulationen und Reparatur benötigt werden.
00:22:14: Auch Entzündungsprozesse können durch chronischen Stress beeinflusst werden.
00:22:18: Der Körper befindet sich dann nicht mehr in einem optimalen Zustand von Anpassung und Erholungen, sondern versucht permanent eine Belastung zu bewältigen.
00:22:27: Viele Menschen erleben diesen Zustand irgendwann als Erschöpfung innere Unruhe Konzentrationsprobleme Schlafprobleme Das Gefühl ständig müde zu sein und trotzdem nicht richtig abschalten zu können.
00:22:38: Im Extremfall kann diese dauerhafte Überforderung in Richtung Burnout führen Nicht weil Menschen zu wenig leisten wollen, sondern häufig, weil sie über längere Zeit mehr gegeben haben als ihr System dauerhaft tragen konnte.
00:22:51: Auch psychosomatische Beschwerden können in diesem Zusammenhang entstehen – der Körper wird zum Ausdruck dessen was innerlich über länghere Zeit nicht ausreichend beachtet wurde.
00:23:00: Verspannung Kopfschmerzen Magen-Damenbeschwerden Schmerzen ohne eindeutige Ursache.
00:23:06: Der Körper übernimmt manchmal die Kommunikation wenn wir selbst aufgehört haben zuzuhören.
00:23:10: Und genau hier verbindet sich das Thema Selbstachtung mit den vorherigen Folgen.
00:23:14: Wir haben über Reize gesprochen und darüber, dass unser Körper ständig Informationen verarbeitet.
00:23:20: wir haben über Sicherheit gesprochen und Darüber, dass das Nervensystem permanent bewertet ob wir uns geschützt oder bedroht fühlen.
00:23:28: wir Haben über Rhythmus gesprochen und darüber Das Belastung und Erholung im Gleichgewicht sein müssen.
00:23:33: selbst Achtung verbindet all diese Themen.
00:23:36: Selbstachtung verbindet alle diese Themen, denn jedes Mal wenn wir unsere eigenen Grenzen wahrnehmen und respektieren geben wir unserem Körper ein wichtiges Signal ich achte auf dich du musst nicht ständig kämpfen.
00:23:48: vielleicht ist genau das eine der tiefsten Ebenen von Selbstachtungen Nicht nur zu sagen Ich bin wichtig sondern so zu handeln dass der eigene Körper Diese Botschaft auch tatsächlich erfährt.
00:24:08: Vielleicht ist einer der sichtbarsten Ausdrucksformen von Selbstachtung etwas, das vielen Menschen besonders schwer fällt.
00:24:15: Grenzen setzen Für viele fühlt sich ein Nein unangenehm an.
00:24:19: Es entsteht das Gefühl jemandem zu enttäuschen Nicht hilfsbereit genug zu sein egoistisch zu wirken.
00:24:25: Also sagen wir ja Wir übernehmen noch eine Aufgabe, wir hören noch einmal zu.
00:24:31: Wir verschieben unsere eigenen Bedürfnisse und kurzfristig fühlt sich das vielleicht sogar gut an.
00:24:37: Wir bekommen Anerkennung, wir vermeiden Konflikte, wir fühlen uns gebraucht – doch langfristig entsteht ein Problem!
00:24:43: Wir verlassen uns selbst um für andere verfügbar zu sein.
00:24:47: Und genau hier beginnt der Verlust von Selbstachtungen.
00:24:51: Denn eine Grenze bedeutet nicht dass wir andere Menschen ablehnen.
00:24:55: Eine Grenze bedeutet, dass wir uns selbst mit einbeziehen.
00:24:59: Viele Menschen haben gelernt, Grenzen als etwas Negatives zu betrachten – als Distanz, als Ablehnung und als mangelnde Empathie.
00:25:08: Doch biologisch betrachtet sind Grenzen etwas völlig Natürliches.
00:25:12: Der gesamte Körper funktioniert über Grenzen.
00:25:14: Unsere Haut schützt uns vor der Außenwelt!
00:25:18: Unser Immunsystem unterscheidet zwischen dem, was zum Körper gehört und dem, das von außen kommt.
00:25:23: Unser Nervensystem entscheidet ständig welche Reize wichtig sind und welche verarbeitet werden müssen – ohne Grenzen kann kein System gesund funktionieren!
00:25:31: Und auch psychologisch brauchen wir Grenzen damit unser eigenes System stabil bleibt.
00:25:37: Denn jedes Mal wenn wir gegen unsere eigenen Bedürfnisse handeln entsteht ein innerer Konflikt.
00:25:42: Ein Teil von uns sagt, ich brauche Ruhe.
00:25:44: Ein anderer Teil sagt Ich muss funktionieren.
00:25:47: Ein Teil sagt Das fühlt sich nicht richtig an.
00:25:50: ein anderen Teil sagt ich darf niemanden enttäuschen.
00:25:53: Dieser innere Widerspruch kostet Energie er erzeugt Stress und erhält das Nervensystem in einem Zustand von Anspannung.
00:26:01: Ein gesundes Nein ist deshalb keine Ablehnung.
00:26:04: Es ist eine Form von Klarheit, es bedeutet ich kenne meine Kapazitäten, ich kende meine Werte und übernehme Verantwortung für meinen eigenen Zustand.
00:26:13: Gerade Menschen die sehr empathisch sind verwechseln häufig selbst Aufgabe mit Mitgefühl.
00:26:18: Doch echte Unterstützung entsteht nicht daraus dass wir uns selbst verlieren.
00:26:22: sie entsteht daraus das wir auch mit uns selbst respektvoll umgehen.
00:26:26: Denn wenn ein Mensch stauerhaft über seine eigenen Grenzen geht hilft er irgendwann nicht mehr aus innerer Freiheit.
00:26:33: Er hilft aus Erschöpfung.
00:26:34: und genau hier liegt der Unterschied.
00:26:36: Selbst Aufgabe entsteht, wenn wir uns selbst vergessen.
00:26:40: Selbst Achtung entsteht!
00:26:41: Wenn wir uns selber genauso wichtig nehmen wie andere.
00:26:45: Vielleicht ist die wichtigste Frage deshalb nicht Wie kann ich verhindern dass andere enttäuscht sind?
00:26:50: Sondern wie oft enttäusche Ich eigentlich mich selbst damit andere zufrieden sind?
00:26:56: Denn jedes ehrliche Nein nach außen Kann manchmal ein sehr wichtiges Jahr Zu sich selbst sein Ein Punkt, der beim Thema Selbstachtung besonders wichtig ist.
00:27:13: Viele Menschen haben Angst dass sie egoistisch wirken wenn sie besser auf sich selbst achten.
00:27:19: Sie haben gelernt wenn ich Grenzensätze bin ich schwierig, wenn ich nein sage enttäusche ich andere, wenn Ich mich selbst wichtig nehme vernachlässige ich andere.
00:27:27: Doch genau hier liegt ein großes Missverständnis.
00:27:30: Selbstachtungen sind nicht Egoismus, der Unterschied liegt nicht darin ob wir uns selbst berücksichtigen.
00:27:36: Der Unterschied liegt darin, ob wir nur noch uns selbst sehen.
00:27:40: Egoismus bedeutet die eigenen Bedürfnisse stehen über denen alle anderen.
00:27:45: Selbstachtung bedeutet, die eigenen bedürfnisse gehören genauso zur Realität wie die Bedürbnisse anderer Menschen.
00:27:52: und genau diese Unterscheidungen fällt vielen Menschen schwer Denn viele wurden in ihrem Leben dafür belohnt besonders angepasst, hilfsbereit oder leistungsfähig zu sein.
00:28:02: Sie haben gelernt ich bin wertvoll wenn ich gebraucht werde.
00:28:05: Ich bekomme Anerkennung wenn ich funktioniere.
00:28:07: Ich werde akzeptiert wenn ich niemandem zur Last falle.
00:28:11: Daraus können Muster entstehen die heute häufig als People-Pleasing bezeichnet werden.
00:28:16: Der Wunsch ist allen recht zu machen Konflikte zu vermeiden immer verfügbar zu sein Die Stimmung anderer Menschen zu regulieren, das Problem daran ist nicht Empathie.
00:28:26: Empathia ist etwas Wertvolles.
00:28:28: die Fähigkeit andere Menschen wahrzunehmen mitzufühlen und zu unterstützen ist ein wichtiger Bestandteil menschlicher Beziehung.
00:28:36: Das Problem entsteht dort wo Empathien nur noch nach außen gerichtet ist und wir uns selbst dabei vergessen.
00:28:43: Wenn wir die Gefühle anderer verstehen können, aber die eigenen ignorieren.
00:28:47: wenn wir die Grenzen anderer respektieren, aber unsere eigenen überschreiten.
00:28:51: Wenn wir anderen Vergebung schenken, aber uns selbst keine Fehler erlauben dann entsteht ein Ungleichgewicht.
00:28:57: auch Schuldgefühle spielen hier eine ganz große Rolle.
00:29:00: viele Menschen fühlen sich schuldig wenn sie Zeit für sich beanspruchen wenn Sie eine Pause machen wenn sie eine Aufgabe ablehnen wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse an erste Stelle setzen.
00:29:11: Doch Schuldgefühl bedeutet nicht automatisch, dass wir etwas Falsches tun.
00:29:14: Manchmal bedeutet Schuldgefühlen nur das wir ein altes Muster verlassen.
00:29:18: Wenn jemand jahrelang gelernt hat immer zuerst für andere da zu sein kann sich selbst für Sorge zunächst ungewohnt oder sogar falsch anführen.
00:29:27: Aber Ungewohnte bedeutet Nicht Falsch.
00:29:29: Selbst Für Sorge Bedeutet Nicht.
00:29:31: Ich Bin Wichtiger Als Alle Anderen.
00:29:33: Sie Bedeutet ich bin ebenfalls wichtig Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied.
00:29:38: Ein Mensch, der keine Selbstachtung besitzt, gibt häufig Auserschöpfung.
00:29:42: Ein Menschen mit Selbstachtungen gibt aus innerer Stabilität.
00:29:46: Denn echte Hilfe entsteht nicht dadurch dass wir uns selbst aufgeben.
00:29:49: Sie entsteht dadurch das wir aus einer Position von Kraft handeln.
00:29:53: Auch in Beziehung zeigt sich dieser Unterschied.
00:29:56: Ein Mensch ohne Grenzen hilft vielleicht aus Angst.
00:29:59: Ich muss helfen sonst werde ich nicht gebraucht.
00:30:33: Die Frage ist natürlich, wie entsteht echte Selbstachtung?
00:30:36: Viele Menschen suchen nach dem einen Moment, der alles verändert.
00:30:40: Dem richtigen Satz, der richtige Motivation, der richtigen Erkenntnis – vielleicht durch positive Affirmation?
00:30:47: Vielleicht durch ein Motivationsspruch, der sich gut anfühlt, vielleicht durch den Vorsatz ab jetzt achte ich besser auf mich?
00:30:55: Und natürlich können solche Dinge einen Impuls geben.
00:30:57: aber Selbstachtung entsteht nicht durch ein Gedanken allein.
00:31:00: sie entsteht durch Erfahrung!
00:31:01: Durch das was wir uns selbst immer wieder beweisen.
00:31:04: Denn unser Gehirn bewertet nicht nur das, was wir über uns denken.
00:31:08: Es lernt vor allem aus dem, was Wir tatsächlich tun.
00:31:11: Wenn Du Dir jeden Tag sagst Ich bin wichtig Aber gleichzeitig immer wieder Deine eigenen Grenzen überschreitest Deinen Körper ignorierst und Deine Bedürfnisse zurückstellst Entsteht ein Widerspruch zwischen deinem Denken Und deinem Erleben.
00:31:25: Der Körper glaubt Nicht nur Worte er glaubt Erfahrungen.
00:31:27: Deshalb entsteht Selbstachtung durch kleine Entscheidungen im Alltag.
00:31:31: Durch Momente, in denen du dir selbst zeigst ich nehme meine Müdigkeit ernst Ich respektiere meine Grenzen und höre meinem Körper zu.
00:31:39: Ich halte meine eigenen Versprechen.
00:31:42: Diese kleinen Entscheidungen wirken vielleicht unscheinbar aber genau daraus entsteht Vertrauen in die eigene Person Denn Selbstachtungen hat viel mit Verlässlichkeit zu tun.
00:31:53: Die Frage ist, kannst du dich auf Dich selbst verlassen.
00:31:56: Nicht nur dann wenn alles leicht ist sondern auch dann wenn es unbequem wird Wenn Du nein sagen musst, wenn Du eine Pause brauchst.
00:32:04: Wenn Du gegen alte Muster handeln möchtest.
00:32:07: jedes Mal wenn Du Dich nicht verlässt stärkst Du diese Verbindung.
00:32:11: Auch Konsequenz spielt dabei eine wichtige Rolle.
00:32:13: Nicht im Sinne von Härte oder Disziplin um jeden Preis an den im Sinne.
00:32:17: ich handle nach dem was mir wirklich wichtig ist.
00:32:20: Meine Werte bestimmen meine Entscheidung nicht nur um eine kurzfristige Gefühle.
00:32:25: Auch die Körperwahrnehmung ist ein zentraler Bestandteil, denn viele Menschen leben sehr stark aus dem Kopf heraus.
00:32:30: Sie analysieren sie planen sie funktionieren aber sie verlieren den Kontakt zu den Signalen ihres Körpers.
00:32:37: Selbstachtung bedeutet wieder wahrzunehmen wann brauche ich Ruhe und Bewegungen?
00:32:41: Wann ist etwas zu viel, wann fühlt sich etwas richtig an?
00:32:45: auch Grenzen entstehen nicht plötzlich.
00:32:46: sie werden aufgebaut durch Wiederholung.
00:32:49: Genau wie unser Nervensystem durch wiederkehrende Erfahrung lernt, entsteht auch Selbstachtung durch wiederkehrendes Verhalten.
00:32:56: Ein einzelnes Nein verändert nicht alles.
00:32:58: Eine einzelne Pause verändert nicht alle.
00:33:01: Aber viele kleine Entscheidungen in die gleiche Richtung verändern langfristig unser Selbstbild.
00:33:06: Hier verbindet sich das Thema mit der letzten Folge über Rhythmus.
00:33:10: Denn Selbstachtungen braucht einen Rhythmuss – ein wiederkeherenden Wechsel zwischen Leistung und Erholung zwischen geben!
00:33:16: und Empfang zwischen Verantwortung für andere und Verantwortung für sich selbst.
00:33:21: Vielleicht entsteht Selbstachtung deshalb nicht dadurch, dass wir irgendwann lernen uns perfekt zu behandeln sondern dadurch das wir jeden Tag ein kleines Stück weniger gegen uns selbst arbeiten denn am Ende entsteht die Beziehung zu uns selbst genauso wie jede andere Beziehungen durch Aufmerksamkeit, durch Respekt und durch Verlässlichkeit.
00:33:49: Wenn wir über Selbstachtung sprechen, geht es nicht nur um Philosophie oder Psychologie.
00:33:54: Es gibt auch eine klare biologische Grundlage dafür warum sich unser Umgang mit uns selbst verändern kann.
00:34:00: Der entscheidende Begriff dabei ist Neuroplastizität.
00:34:04: Unser Gehirn ist kein starres System.
00:34:06: Es verändert sich ein Leben lang.
00:34:08: jede Erfahrung jeder Gedanke und jede Handlung beeinflusst die Verschaltung unserer Nervenzellen.
00:34:13: vereinfacht gesagt was wir häufig tun wird im Gehirn leichter, abrufbar.
00:34:19: Was wir regelmäßig denken wird vertrauter – was wir immer wieder erleben kann zu einem automatisierten Muster werden.
00:34:26: Genau deshalb spielen Gewohnheiten eine so große Rolle bei Selbstachtung!
00:34:31: Wenn ein Mensch über Jahre gelernt hat die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren immer wieder verfügbar zu sein oder den eigenen Wert Überleistung zu definieren, dann entstehen dafür entsprechende neuronale Muster.
00:34:43: Das Gehirn erkennt diese Wege als bekannt nicht unbedingt als gesund aber als vertraut und genau deshalb fühlt sich Veränderungen am Anfang oft so ungewohnt an.
00:34:53: Nicht weil sie falsch ist sondern weil das Gehirnen einen neuen Weg erst lernen muss.
00:34:56: jede kleine Entscheidung für sich selbst ist Deshalb nicht nur eine bewusste handlung Sie ist auch ein biologisches signal wenn du eine grenze setzt obwohl es dir schwer fällt lernt dein gehirn.
00:35:07: Ich kann mich schützen.
00:35:08: Wenn du eine Pause machst, obwohl du glaubst weiter funktionieren zu müssen lernt dein System.
00:35:13: Erholung ist sicher.
00:35:15: wenn Du auf die Signale deines Körpers hörst entsteht die Erfahrung meine Bedürfnisse werden wahrgenommen.
00:35:22: genau hier spielt auch das Belohnungssystem eine wichtige Rolle.
00:35:25: unser Gehirn bewertet Handlungen danach welche Konsequenzen sie haben.
00:35:29: Verhalten dass mit positiven Erfahrungen verbunden ist wird wahrscheinlicher wiederholt.
00:35:35: Wenn wir beispielsweise immer wieder Anerkennung bekommen, weil wir viel leisten oder es allen recht machen kann unser Gehirn genau dieses Verhalten verstärken.
00:35:44: die kurzfristige Belohnung ist dann Anerkennung Lob Zugehörigkeit doch langfristig kann der Preis dafür hoch sein wenn wir dabei unsere eigenen Grenzen verlieren.
00:35:55: Selbstachtung bedeutet deshalb ein neues Belohnungssystem aufzubauen nicht nur die Bestätigung von außen als Erfolg zu erleben, sondern auch innere Signale wahrzunehmen.
00:36:06: Ich habe gut für mich gesorgt!
00:36:08: Ich habe meine Grenze respektiert und ich habe nach meinen Werten
00:36:11: gehandelt.".
00:36:13: Ein weiterer wichtiger Begriff ist Selbstwirksamkeit.
00:36:17: Damit ist die Überzeugung gemeint – ich kann durch mein eigenes Handeln etwas verändern.
00:36:22: Diese Erfahrung ist entscheidend denn selbst Achtung entsteht nicht nur dadurch dass wir uns wertschätzen sie entsteht dadurch das wir erleben.
00:36:31: Ich kann mir vertrauen, ich kann Entscheidungen treffen.
00:36:33: Ich kann Einfluss auf mein Leben
00:36:36: nehmen.".
00:36:36: Auch das Bedienungshormon Oxytocin spielt eine interessanter Rolle!
00:36:41: Es steht unter anderem mit sozialer Verbindung Vertrauen und Sicherheit im Zusammenhang.
00:36:46: Menschen sind biologische Wesen die durch Beziehung geprägt werden.
00:36:50: Doch echte Verbindungen entsteht nicht nur dadurch dass andere uns annehmen.
00:36:55: sie beginnt auch damit dass wir selbst eine verlässliche Beziehungen zu uns entwickeln.
00:37:00: Und genau hier schließt sich der Kreis zum Thema Stress.
00:37:03: Wenn wir dauerhaft gegen unsere eigenen Bedürfnisse handeln, erlebt unser Körper häufig einen Zustand von innerem Konflikt.
00:37:11: Ein Teil von uns möchte Ruhe – ein anderer zwingt uns weiterzumachen!
00:37:15: Ein Teil spürt eine Grenze und ein anderer ignoriert sie.
00:37:20: Dieser innere Widerspruch kann das Stresssystem aktivieren.
00:37:24: Selbst Achtung bedeutet deshalb auch Regulationen.
00:37:28: Sie bedeutet Körper, Gedanken und Verhalten wieder mehr in Einklang zu bringen.
00:37:33: Vielleicht ist auch eine wichtige Erkenntnis der Wissenschaft – du bist nicht für immer ein alte Muster gebunden!
00:37:40: Dein Gehirn kann lernen.
00:37:41: Jede Entscheidung hinterlässt einen Spur.
00:37:43: jedes Mal wenn Du Dich selbst respektierst stärkste die Verbindung zu Dir.
00:37:48: Nicht durch einen großen Moment sondern durch viele kleine Erfahrungen die deinem Gehirnen immer wieder dieselbe Botschaft geben.
00:37:55: Ich bin jemand auf den ich mich verlassen kann.
00:38:06: Vielleicht ist Selbstachtung gar nicht das, wonach viele Menschen suchen?
00:38:10: Vielleicht ist sie nicht dieses permanente Gefühl sich großartig zu finden?
00:38:15: Vielleicht bedeutet Selbstachtungen auch nicht immer selbstbewusst aufzutreten oder nie an sich zu zweifeln?
00:38:21: Vielleicht is' Selbstachtungs viel einfacher und gleichzeitig viel tiefer – eine Entscheidung!
00:38:28: Die Entscheidung sich selbst genauso ernst zu nehmen wie man die Menschen behandelt, die man liebt….
00:38:33: Denn wenn ein Mensch, den wir lieben erschöpft ist würden wie ihm wahrscheinlich sagen mach eine Pause.
00:38:38: Wenn er Schmerzen hat würden wir ihm raten hör auf deinen Körper!
00:38:43: Wenn er ständig über seine Grenzen geht würden wir ihn fragen Warum bist du so streng mit dir?
00:38:49: Aber wie oft geben wir uns selbst nicht dieselbe Aufmerksamkeit?
00:38:53: Wie oft erwarten wir von uns Dinge die wir niemals von einem Menschen verlangen würden der uns wichtig ist?
00:38:59: Vielleicht beginnt Selbstachtung genau in diesem Moment wenn wir aufhören und selbst wie eine Aufgabe zu behandeln, die ständig verbessert werden muss.
00:39:09: Und anfangen uns wie einen Menschen zu behandlen der ebenfalls Fürsorge, Respekt und Verständnis verdient.
00:39:16: Denn am Ende fragt der Körper nicht bist du erfolgreich genug?
00:39:19: Hast Du genug erreicht?
00:39:21: Wir sind alle anderen zufrieden mit dir?
00:39:23: Wie viele Menschen bewundern dich?
00:39:24: Wie viel Anerkennung bekommst du?
00:39:26: Der Körper stellt eine viel grundlegendere Frage Denn dein Körper erlebt nicht deine Absichten, er lebt deine Entscheidungen.
00:39:38: Er erlebt ob du ihm Ruhe gibst, ob du seine Grenzen wahrnimmst oder seine Signale ernst nimmst und ob du ihn unterstützt oder ständig gegen ihn arbeitest – und vielleicht beginnt Gesundheit genau dort!
00:39:50: Nicht in dem Moment in dem andere Menschen anfangen dich zu achten sondern in dem moment in dem Du aufhörst Dich selbst zu übergehen.
00:39:58: Denn die Beziehung zu Dir selbst ist die längste Beziehungs- Deines Lebens.
00:40:03: Die Frage ist, behandelst du dich in dieser Beziehung mit derselben Achtung die Du anderen Menschen entgegenbringst?
00:40:11: Ein Gedanke der diesen Abschluss sehr schön trägt stammt von Immanuel Kant achte Dich selbst wenn Du willst das andere Dich achten.
00:40:21: und vielleicht lässt sich dieser Gedanken noch weiterführen.
00:40:24: und dass es kein Zitat sondern ich würde es so beschreiben wer sich selbst achtet trifft Entscheidung, die nicht nur seinem heutigen ich dienen sondern auch dem Menschen den er morgen sein möchte.
00:40:37: Denn Selbstachtung bedeutet nicht immer perfekt mit sich umzugehen sie bedeutet immer wieder zu sich zurückzukehren.
00:40:45: Ja, die Selbstachtungen ein Thema das mir persönlich sehr sehr am Herzen liegt und damit sind wir für heute schon wieder am Ende.
00:40:52: Vielen Dank dass du dir heute wieder die Zeit genommen hast Dass du zugehört hast.
00:40:56: Ich hoffe extrem aufmerksam.
00:40:59: Wenn du zusätzlich Fragen, Anregungen Feedback Hinweise oder Tipps hast, gern an die Mail-Adresse in den Shownauts.
00:41:06: Bis zur nächsten Woche!
00:41:07: Lasst es dir gut gehen und bleibe wahrnehmungsfähig, bleibe gesund.
00:41:11: Die Sirene des Körpers der Podcast hat deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:41:17: Bleib gesund.
00:41:18: Vielen Dank.
00:41:19: Ciao.
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