Die Sirene des Körpers - Folge 82 - Entscheidung Teil 2
Shownotes
Pierre Bohn - Personal Trainer Medical Fitness, Mental Health Coach, Ernährungsberater Website: www.medical-fit.com
Kontakt und Persönlliche Anfragen, Hinweise, Anregungen, Fragen, Themenwünsche oder Tips wie immer an die Mailadresse: info@medical-fit.com
Instagram Profile @resilienztransformation & @rejoinmobility
Abonniere https://die-sirene-podcast.podigee.io/ um keine Folge zu verpassen !
Transkript anzeigen
00:00:04: Einen wunderschönen guten Morgen, Sonntag ist es wieder.
00:00:08: Weiter geht's und schön dass du wieder dabei bist heute wieder mit die Sirene des Körpers den Podcast der deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu hören.
00:00:25: In der letzten Woche sprachen wir über das Thema Entscheidung aber wir waren noch nicht am Ende.
00:00:30: Es war nur Teil eins und Heute geht es weiter mit Teil zwei Und solltest du Teil Eins nicht gehört haben würde ich dir vorschlagen ist einfach nachzuholen.
00:00:45: Wenn wir verstehen wollen, warum wir manchmal Entscheidungen treffen die langfristig nicht zu unseren Zielen passen kommen wir an einem zentralen System unseres Gehirns nicht vorbei und zwar unserem Belohnungssystem.
00:00:56: Denn unser Gehirn fragt nicht nur was ist langfristlich sinnvoll es fragt häufig auch Was bringt mir jetzt ein Vorteil?
00:01:02: Und genau hier entsteht ein Konflikt den wahrscheinlich jeder kennt.
00:01:06: Wir wissen, dass Schlaf wichtig wäre aber das Handy am Abend gibt uns noch einen kurzen Moment Ablenkung.
00:01:11: Wir Wissen, dass Bewegung unserem Körper gut tut Aber das Sofa bietet in diesem Moment mehr Komfort.
00:01:16: wir wissen, Dass gesunde Ernährung wichtig ist aber die Süßigkeit liefert sofort ein angenehm Moment.
00:01:22: Das Spannende dabei?
00:01:23: Unser Gehirn macht diese Entscheidung nicht weil es gegen uns arbeitet.
00:01:27: Es arbeitet nach einem sehr alten Prinzip es sucht Nach Belohnungen.
00:01:31: Aus evolutionärer Sicht war dieses System überlebenswichtig.
00:01:35: Unser Gehirn musste schnell erkennen, wo gibt es Nahrung?
00:01:38: Was fühlt sich sicher an?
00:01:39: Wo entsteht soziale Verbindung – was lohnt sich zu wiederholen?
00:01:44: Ein Mensch der schnell auf eine Belohnung reagieren konnte hatte einen Vorteil.
00:01:48: Das Problem unserer heutigen Umgebung ist völlig anders!
00:01:52: Unser gehirn arbeitet aber noch immer mit diesen alten Mechanismen.
00:01:55: Heute treffen wir ständig auf Reize, die unser Belohnungssystem aktivieren.
00:01:59: Social Media Online Shopping Süßigkeiten Nachrichten Unterhaltung Likes und Kommentare Viele dieser Dinge geben unserem Gehirn eine schnelle Rückmeldung Und genau diese Schnelligkeit macht sie so attraktiv.
00:02:12: Eine wichtige Rolle spielt dabei Dopamin.
00:02:15: Dopamin wird häufig als glückshomund bezeichnet.
00:02:17: Das ist allerdings zu vereinfacht.
00:02:20: Dopamin sorgt nicht einfach dafür, dass wir glücklich sind.
00:02:22: Es spielt vor allem eine Rolle bei Motivationen Lernen Erwartungen und dem Gefühl.
00:02:27: das könnte wichtig sein.
00:02:29: Interessant ist Nicht nur die Belohnung selbst aktiviert dopamine.
00:02:33: schon Die erwartung einer möglichen belohnung kann unser system aktivieren.
00:02:37: bekommst eine nachricht?
00:02:38: du fragst dich wer hat geschrieben?
00:02:40: Du öffnest eine app Du schaust, was gibt es Neues?
00:02:44: Du siehst ein Angebot.
00:02:45: Du denkst vielleicht verpass ich etwas.
00:02:48: Diese Erwartung hält unsere Aufmerksamkeit gebunden und genau hier kommen Gewohnheiten ins Spiel.
00:02:54: Unser Gehirn liebt Gewohnheit.
00:02:55: Warum?
00:02:56: Weil Sie Energie sparen.
00:02:58: Wenn wir etwas häufig wiederholen entsteht eine Verbindung im Gehirnen.
00:03:01: Die Handlung wird leichter automatischer Vertrauter.
00:03:04: Das ist grundsätzlich etwas Positives Denn ohne Gewohnhalten wäre unser Alltag kaum möglich.
00:03:10: Stell dir vor, du müsstest jeden Tag neu überlegen.
00:03:12: Wie putze ich meine Zähne?
00:03:14: Wie fahre ich eine bekannte Strecke?
00:03:16: Wie ziehe ich mich an?
00:03:17: Wie bereite ich meinen Kaffee
00:03:18: zu?".
00:03:19: Unser Gehirn speichert solche Abläufe damit wir Kapazitäten für wichtigere Dinge haben.
00:03:23: aber genau darin liegt auch die Herausforderung.
00:03:26: Das Gehirnspeichert nicht nur hilfreiche Gewohnheiten Es speichern alles was häufig wiederholt wird.
00:03:33: Ein Beispiel Du hast einen stressigen Tag.
00:03:35: Du kommst nach Hause, dein Körper ist angespannt.
00:03:38: Dein Gehirn sucht Entlastung.
00:03:40: Du greifst automatisch zum Handy und du bekommst Ablenkung.
00:03:43: Für einen kurzen Moment sinkt die Anspannung.
00:03:46: Denn dein Gehirnen lernt – diese Handlung hilft!
00:03:49: Beim nächsten Stressmoment wird dieser Weg wahrscheinlicher nicht weil du keine Kontrolle hast sondern weil dein Gehör ein Muster aufgebaut hat.
00:03:57: Das Gleiche passiert bei vielen alltäglichen Entscheidungen.
00:03:59: Stress essen als Beruhigung Überforderung aufschieben Langweile Social Media, Müdigkeit, schnelle Energie durch Zucker.
00:04:09: Die Handlung selbst ist nicht immer eigentlich das Problem.
00:04:12: Oft geht es darum zu verstehen welche Funktion erfüllt sie gerade?
00:04:16: Was versucht mein System damit zu erreichen?
00:04:20: Sucht man Körperenergie, sucht mein Geist Ablenkung, suche meine Ego-Bestätigung oder brauche ich etwas ganz anderes?
00:04:29: Hier entsteht der Unterschied zwischen kurzfristiger Belohnung und langfristigem Nutzen.
00:04:34: Das Gehirn liebt unmittelbare Ergebnisse, etwas das jetzt passiert, jetzt angenehm ist, jetzt erleichterungen bringt.
00:04:41: Langfristige Ziele funktionieren dagegen anders – sie brauchen Vertrauen, Geduld!
00:04:46: Wiederholung.
00:04:47: Ein Beispiel, du gehst heute trainieren.
00:04:49: die Veränderungen passiert nicht sofort aber dein Körper bekommt eine Information.
00:04:54: diese Bewegung gehört zu meinem Leben.
00:04:57: Du gehst früher schlafen, du fühlst dich vielleicht morgen nur etwas besser Aber langfristig verändert sich deine Energie Deine Regeneration und deine Gesundheit.
00:05:06: Du entscheidest Dich Heute für eine gesunde Mahlzeit.
00:05:09: Die Wirkung ist Nicht spektakulär aber viele kleine Entscheidungen verändern deinen Körper.
00:05:14: Das Problem ist, unser Gehirn erlebt die Zukunft weniger intensiv als den aktuellen Moment.
00:05:21: Die Süßigkeit jetzt ist real – die bessere Gesundheit in sechs Monaten ist nur eine Vorstellung!
00:05:27: Die Pause jetzt fühlt sich gut an, die Energie morgen ist noch nicht spürbar.
00:05:32: Deshalb braucht es manchmal bewusstes Entscheiden, nicht gegen unser Gehören sondern mit einem besseren Verständnis dafür wie unser Geheiren
00:05:41: funktioniert.".
00:05:42: Vielleicht ist deshalb die entscheidende Frage nicht, warum bin ich manchmal so undiszipliniert?
00:05:47: Sondern welche Belohnung sucht mein Gehirn gerade jetzt.
00:05:53: Denn hinter vielen Entscheidungen steckt nicht fehlender Wille Es steckt ein biologisches System dahinter das versucht Sicherheit Energie oder Erleichterung zu finden.
00:06:03: Die Fähigkeit besteht nicht darin, das Belohnungssystem auszustalten sondern darin es bewusst zu nutzen.
00:06:09: Denn unser Gehirn kann nicht nur lernen schnelle Belohnung zu bevorzugen Es kann auch lernen langfristige Ziele stärker zu gewichten.
00:06:16: und genau dort beginnt Selbststeuerung Nicht gegen sich selbst zu kämpfen Sondern sich selbst besser zu verstehen.
00:06:31: Wenn wir über Entscheidungen sprechen müssen wir auch über einen Zustand sprechen der unsere Entscheidungsfähigkeit stark beeinflusst und zwar Stress Denn wir treffen nicht dieselben Entscheidungen, wenn wir ruhig und ausgeglichen sind als wenn wir unter Druck stehen.
00:06:46: Vielleicht kennst du das Du reagierst stärker, als du eigentlich möchtest?
00:06:50: Du sagst etwas, dass du später bereust!
00:06:52: Du triffst eine Entscheidung aus dem Moment heraus oder du handelst obwohl ein Teil von dir weiß.
00:06:58: Das ist eigentlich nicht die beste Lösung.
00:07:00: Das bedeutet nicht, dass Du plötzlich ein anderer Mensch bist.
00:07:03: es bedeutet dein Gehirn arbeitet in diesem moment anders.
00:07:07: Wenn unser Körper eine Situation als belastend wahrnimmt, aktiviert sich unser Stresssystem.
00:07:12: Der Sympathikus übernimmt – der Körper geht in Bereitschaft die Herzfrequenz steigt Die Aufmerksamkeit wird enger, der Organismus bereitet sich auf Handlung vor Und diese Reaktion ist grundsätzlich sinnvoll.
00:07:24: Sie hat uns über Jahrtausende geschützt.
00:07:27: Bei einer echten Gefahr musste unser Körper nicht lange analysieren.
00:07:30: Er musste reagieren.
00:07:32: Heute entstehen ähnliche Reaktionen aber auch durch Zeitdruck Konflikte, dauerhafte Erreichbarkeit, Informationsflut sorgen.
00:07:41: Unser Körper unterscheidet dabei nicht immer zwischen einer körperlichen Gefahr und einer dauerhaft mentalen Belastung Und eine zentrale Rolle spielt dabei Cortisol.
00:07:52: Kurzfristig ist Cortisol hilfreich.
00:07:54: Es stellt Energie bereit es macht uns aufmerksam es hilft uns Herausforderungen zu bewältigen.
00:08:00: Problematisch wird es, wenn der Stresszustand dauerhaft bleibt.
00:08:04: Dann verändert sich auch unsere Entscheidungsfähigkeit.
00:08:07: Wir denken weniger langfristig wir suchen nach schnellen Lösungen.
00:08:11: Wir reagieren impulsiver und unter starkem Stress entsteht häufig der Tunnelblick.
00:08:16: unser Gehirn konzentriert sich auf das was gerade als dringend oder bedrohlich empfunden wird.
00:08:22: andere Möglichkeiten werden weniger sichtbar.
00:08:25: Ein Beispiel ein Mensch steht beruflich massiv unter Druck.
00:08:29: sein Gehirnen sucht nicht mehr nach der besten langfristigen Lösung.
00:08:33: Es sucht nach Entlastung, vielleicht verschiebt er Aufgaben, vielleicht zieht er sich zurück, vielleicht reagiert er gereizt – nicht weil er keine besseren Entscheidungen treffen könnte sondern weil sein Nervensystem gerade auf Schutz eingestellt ist.
00:08:48: und dann die Frage warum gute Entscheidungen oft unbequem sind?
00:08:52: Eine der größten Herausforderungen bei Entscheidungen ist die richtige Entscheidung fühlt sich angenehm an.
00:08:58: Und die angenehme Entscheidung ist nicht immer die richtige, genau hier entsteht der Konflikt zwischen dem was wir kurzfristig möchten und dem was uns langfristig gut tut.
00:09:08: Unser Gehirn liebt schnelle Rückmeldung eine sofortige Erleichterung, eine schnelle Belohnung einen einfachen Weg.
00:09:15: doch viele Dinge die unser Leben verbessern funktionieren anders.
00:09:18: sie brauchen Zeit sie brauchen Wiederholungen Sie brauchen Vertrauen.
00:09:22: Du möchtest fitter werden, die kurzfristige angenehme Entscheidung auf dem Sofa bleiben.
00:09:26: Die langfristige bessere Entscheidung dich zu bewegen!
00:09:30: Du möchest ein Projekt abschließen?
00:09:32: Die kurzfristig angenehmere Entscheidung noch etwas anderes machen?
00:09:36: Die langfristige besserer Entscheidung anzufangen – du möchtes deine Gesundheit verbessern und die kurzfristiger angenehmen Entscheidung alte Gewohnheiten
00:09:43: beibehalten?!
00:09:44: Die langfristige besserer Entscheidung eine neuen Weg aufzubauen.
00:09:48: Und der Grund dafür liegt tief in unserem Gehirn.
00:09:51: Unser Gehirn bevorzugt Vertrautes, nicht unbedingt das Gesündeste.
00:09:55: Nicht unbedingt das Sinnvollste!
00:09:58: Nicht unbedingt dass was uns langfristig weiterbringt sondern das was bekannt ist.
00:10:03: Denn vertrautes bedeutet für unser Gehirnt Vorhersehbarkeit Sicherheit Weniger Energieaufwand.
00:10:10: Deshalb kann sich eine alte Gewohnheit manchmal sicherer anfühlen als eine Veränderung auch dann wenn wir eigentlich wissen dass diese Veränderungen gut für uns wäre.
00:10:19: Und hier kommt auch unsere Identität ins Spiel.
00:10:21: Denn jede Entscheidung ist nicht nur eine Handlung, sie ist auch eine Information darüber wer wir glauben zu sein.
00:10:28: Ein Mensch der denkt ich bin einfach undiszipliniert wird andere Entscheidungen treffen als jemand der denkt Ich Bin Jemand?
00:10:34: Der Verantwortung für sich übernimmt.
00:10:36: Unsere Entscheidungen formen unserer Identität aber unsere Identitet beeinflusst auch unsere Entscheidung.
00:10:42: es entsteht ein Kreislauf.
00:10:44: Deshalb geht es bei guten Entscheidungen nicht nur um Disziplin.
00:10:48: Es geht darum, eine Verbindung zwischen unserem heutigen Ich und unserem zukünftigen Ich herzustellen.
00:10:54: Die entscheidende Frage ist nicht nur was fühlt sich jetzt gut an sondern welche Entscheidung unterstützt den Menschen der ich werden möchte?
00:11:04: Denn manchmal bedeutet eine gute Entscheidung kurzfristig auf etwas Angenehmes zu verzichten Nicht weil wir gegen uns arbeiten sondern weil wir uns selbst ernst nehmen.
00:11:14: Und genau hier verbindet sich das Thema Entscheidungen wieder mit der Selbstachtung.
00:11:19: Eine gute Entscheidung ist oft nicht die, die den Moment erleichtert, sondern die ,die unserem Leben langfristig
00:11:25: dient.".
00:11:33: Nachdem wir gesehen haben wie viele Faktoren unsere Entscheidung beeinflussen stellt sich eine wichtige Frage sind wir diesen Einflüssen einfach ausgeliefert oder können wir lernen bewusst dazu entscheiden?
00:11:43: Die Antwort Ganz klar, ja wir können lernen.
00:11:46: Aber nicht indem wir versuchen jede einzelne Entscheidung perfekt zu kontrollieren Denn unser Gehirn wird immer automatisch arbeiten.
00:11:53: Unser Körper wird immer Signale senden Unsere Emotionen werden immer eine Rolle spielen Unsere Erfahrungen werden immer Einfluss nehmen.
00:12:00: Die Lösung besteht also nicht darin die Prozesse auszuschalten Sondern darin bewusst damit ihnen umzugehen.
00:12:07: Ein entscheidender Faktor dabei ist die Neuroplastizität.
00:12:14: Jede Erfahrung, jede Wiederholung, jeder Entscheidung jedes Verhalten hinterlässt Spuren im Nervensystem.
00:12:20: Vereinfacht gesagt was wir regelmäßig tun wird wahrscheinlicher.
00:12:24: Was wir häufig denken wird leichter abrufbar.
00:12:28: Was immer wieder entscheiden wird vertrauter.
00:12:31: das bedeutet Wir sind nicht für immer an unsere bisherigen Muster gebunden.
00:12:35: unser Gehirn kann neue Wege entwickeln aber dafür braucht es Wiederholung.
00:12:40: Eine einzelne gute Entscheidung verändert nicht alles, aber viele kleine bewusste Entscheidungen verändern langfristig unser System.
00:12:48: Ein wichtiger Schritt dabei ist die Selbstreflektion – Nicht im Sinne von ständigen Bewerten!
00:12:55: Nicht warum mache ich schon wieder alles falsch sondern was passiert gerade in mir?
00:13:00: Warum treffe ich diese Entscheidung handlig?
00:13:03: aus Gewohnheit aus Angst, aus dem Wunsch nach Anerkennung?
00:13:07: oder entspricht dieser Entscheidung wirklich meinen Werten.
00:13:11: Genau hier entsteht dieser kleine Raum zwischen Reiz und Reaktion – ein Raum den wir aus früheren Folgen bereits kennen, einen Moment in dem wir wahrnehmen können was passiert gerade?
00:13:23: Welche Ebene in mir übernimmt gerade die Führung?
00:13:26: Ist es mein Körper?
00:13:27: ist das mein Geist, mein Ego oder mein Selbst?
00:13:31: Und auch die Körperwahrnehmung spielt dabei eine wichtige Rolle.
00:13:34: Unser Körper gibt uns ständig Informationen, Anspannung, Ruhe, Erschöpfung, Energie, Widerstand und Leichtigkeit.
00:13:43: Viele Menschen treffen der Entscheidung ausschließlich über den Verstand aber der Körper ist nicht nur ein Transportmittel für unseren Kopf.
00:13:50: er ist ein Informationssystem.
00:13:52: Die Frage ist nicht soll ich auf meinen Körper hören sondern welche Information gibt mir mein Körper gerade?
00:13:59: Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Umgang mit Emotionen.
00:14:02: Nicht jede Emotion muss sofort zu einer Handlung führen.
00:14:05: Wut bedeutet nicht automatisch, dass wir reagieren müssen.
00:14:08: Angst bedeutet nicht Automatisch, das wir etwas vermeiden müssen.
00:14:12: Frustration bedeutet nicht automatically, dass aufgeben müssen.
00:14:16: Emotion sind Signale aber sie müssen nicht immer die Entscheidung treffen.
00:14:21: Auch unser persönlicher Rhythmus beeinflusst unsere Entscheidungsfähigkeit.
00:14:24: Wir entscheiden anders, wenn unser System reguliert ist – wenn wir ausgeschlafen sind und Bewegungen haben oder Pausen einbauen.
00:14:31: Wenn unser Nervensystem nicht dauerhaft unter Druck steht.
00:14:35: Eine Schöpfte Mensch trifft andere Entscheidungen als einen Menschen der sich körperlich und mental im Gleichgewicht befindet.
00:14:42: Deshalb beginnt Entscheidungsfähigkeit nicht erst in dem Moment, indem wir eine Wahl treffen.
00:14:46: Sie beginnt viel früher mit der Art wie wir mit unserem Körper umgehen.
00:14:51: und ein weiterer Schlüssel ist unsere Umgebung.
00:14:53: Wir überschätzen oft unsere Willenskraft.
00:14:56: Wir unterschätzen den Einfluss unserer Umgebungen.
00:15:00: Wenn ständig Versuchungen vorhanden sind müssen wir permanent bewusst entscheiden.
00:15:04: Das kostet Energie.
00:15:05: Und manchmal, wenn wir erkannt haben wo unsere Barrieren sind ist es sinnvoller die Umgebung so zu gestalten dass gute Entscheidungen leichter werden Beispielsweise das Handy nicht direkt neben dem Bett, gesunde Lebensmittel sichtbar platzieren, Trainingszeiten festeinplanen, Routinen entwickeln.
00:15:21: Denn manchmal ist die beste Entscheidung diejenige, die wir gar nicht mehr jedes Mal neu treffen müssen.
00:15:27: und vielleicht ist das eine ganz ganz wichtige Erkenntnis Wir können nicht jede Entscheidung kontrollieren!
00:15:31: Wir können jeden Gedanken steuern, wir können keine Emotionen verhindern aber wir können die Bedingungen verbessern unter denen Entscheidungen entstehen.
00:15:39: Wir können lernen bewusster wahrzunehmen Wir können unser Nervensystem regulieren.
00:15:44: Wir können neue Gewodenheiten entwickeln, wir können unsere Gehirn verändern.
00:15:49: und genau darin liegt unsere Freiheit.
00:16:00: Wenn wir über Entscheidungen sprechen denken viele Menschen zuerst an die großen Momente Die Berufswahl eine Beziehung ein Umzug eine große Veränderung.
00:16:07: Und natürlich beeinflussen diese großen Entscheidungen unser Leben das ist klar Aber häufig sind es nicht diese einzelnen Momente die unser Leben am stärksten formen.
00:16:15: Es sind die kleinen Entscheidungen die wir jeden tag treffen immer wieder oft völlig unbemerkt.
00:16:20: Die Entscheidung heute einen Spaziergang zu machen, die Entscheidung ein Glas Wasser zutrinken, eine Pause einzulegen und einmal Nein zu sagen, ein schwieriges Gespräch zu führen oder früher schlafen zu gehen.
00:16:37: Diese kleinen Handlungen wirken unscheinbar aber jede einzelne sendet eine Information an unser Gehirn.
00:16:43: Das ist mir wichtig.
00:16:45: so verhalte ich mich.
00:16:46: Das gehört zu meiner Identität.
00:16:49: Denn Identität entsteht nicht nur durch das, was wir über uns denken – sie entsteht durch das ,was wir regelmäßig tun!
00:16:57: Ein Mensch wird nicht plötzlich diszipliniert.
00:16:59: Er trifft immer wieder Entscheidungen die Disziplinen aufbauen.
00:17:03: Ein Mensch entwickelt nicht plötzlich Vertrauen in sich.
00:17:06: Er sammelt Erfahrungen, in denen er sich selbst vertraut.
00:17:10: Ein Menschen wird nicht plötzlich gesund.
00:17:12: Er trift täglich kleine Entscheidungen, die seinen Körper
00:17:15: unterstützen.".
00:17:17: Jede Entscheidung ist wie eine kleine Stimme für die Person, die wir werden möchten.
00:17:22: Die Frage ist deshalb nicht welche große Entscheidung muss ich treffen damit sich mein Leben verändert sondern welche kleine Entscheidung kann ich heute treffen die meinem zukünftigen Ich dient?
00:17:34: Denn unser Leben entsteht nicht nur aus den großen Wendepunkten.
00:17:37: es entsteht aus den vielen kleinen Momenten in denen wir wählen und genau dort beginnt Veränderung Und vielleicht kennst du meinen Hörbuch bzw.
00:17:46: den Online-Kurs Manifestieren, wenn nicht?
00:17:49: Vielleicht einmal kurz reinhören denn auch da geht es darum um kleine inspirierte Handlungen die unser Leben nachhaltig verändern.
00:17:57: Wir sind nicht die Summe unserer Gedanken.
00:18:00: wir sind die Summen unserer Entscheidungen Denn Gedanken kommen und gehen Emotionen verändern sich Situationen verändern aber unsere Entscheidungen bestimmen welche Richtung wir unserem Leben geben.
00:18:13: Jede Entscheidung ist wie eine Stimme.
00:18:16: Eine Stimme für die Person, die wir gerade sind und gleichzeitig eine Stimme für die Personen, die Wir werden möchten – unser Zukunft sich!
00:18:24: Wenn du dich jeden Tag dafür entscheidest deinen Körper zu unterstützen, stärkst Du diese Verbindung zu einem gesunden und bewussten Leben.
00:18:31: Wenn du Dich immer wieder dafür entscheidet deine eigenen Grenzen zu übergehen stärkst du ebenfalls ein bestimmtes Muster.
00:18:38: Wenn Du Dich immer wieder für Ablenkung statt für Entwicklung entscheidest, trainierst Du auch dieses Verhalten.
00:18:46: Und dabei geht es nicht darum jede Entscheidung perfekt zu treffen – das ist nicht möglich!
00:18:50: Wir werden Fehler machen, wir werden manchmal aus Gewohnheit reagieren und von Emotionen geleitet.
00:18:57: Das gehört zum Menschsein.
00:18:59: Aber der entscheidende Punkt ist, wir können lernen bewusster wahrzunehmen welche Stimme in uns gerade die Führung übernimmt.
00:19:06: Ist es die Stimme der Angst, die Stimme der Gewohnheit?
00:19:10: Die Stimme des Ego oder die Stimmen des Menschen, der wir wirklich sein möchten?
00:19:15: Denn jede Entscheidung hinterlässt seine Spur im Gehirn, im Körper und in unseren Gewohnheiten – und mehr der Zeit auch in unserer Identität!
00:19:25: Nicht eine einzelne Entscheidung definiert uns aber die Entscheidungen, die wir immer wieder treffen formen den Weg auf dem wir unterwegs sind.
00:19:34: Aus der Absicht entsteht die Tat, aus der Tat – die Gewohnheit!
00:19:39: Aus der Gewohnkeit unser Charakter und aus unserem Charakter unsere Identität und unser Leben.
00:19:53: Jeden Tag treffen wir unzählige Entscheidungen manche bewusst viele automatisch einige kleine einige große doch jede einzelne hinterlässt Spuren in unserem Gehirn, in unserem Körper, in unseren Gewohnheiten und schließlich in unserem Leben.
00:20:09: Denn Entscheidungen sind niemals nur einzelne Momente, sie sind kleine Richtungsänderung.
00:20:15: Jede Entscheidung zeigt unseren Gehirn – das ist wichtig!
00:20:18: Diesen Weg möchte ich weitergehen.
00:20:20: Dieses Verhalten gehört zu mir.
00:20:23: Vielleicht ist deshalb die wichtigste Frage nicht, treffe Ich immer die richtige Entscheidung?
00:20:28: Denn die perfekte Entscheidung gibt es nicht.
00:20:30: wir werden uns irren Wir werden manchmal alte Muster wiederholen und reagieren obwohl wir eigentlich bewusst handeln wollen.
00:20:38: Aber vielleicht geht es auch gar nicht darum, immer perfekt zu entscheiden.
00:20:41: Vielleicht geht es darum, bewusst dazu zu entscheiden?
00:20:45: Die entscheidende Frage lautet – treffe ich Entscheidungen die zu dem Menschen passen der ich sein möchte?
00:20:52: Denn zwischen einem Reiz und einer Reaktion liegt mehr als nur ein kurzer Moment.
00:20:56: Dort liegt ein Raum Ein Raum in dem wir wahrnehmen können.
00:21:00: Ein Raum indem wir reflektieren können.
00:21:03: Ein Raum indem wir wählen können.
00:21:06: Und genau darin liegt eine der größten Freiheiten des Menschen.
00:21:10: Nicht darin alles kontrollieren zu können, nicht darin niemals Fehler zu machen sondern darin bewusst entscheiden zu können wie wir mit dem umgehen was uns begegnet.
00:21:23: Ein Zitat zum Abschluss ein passender Gedanke stammt von William James die größte Entdeckung meiner Generation ist dass Menschen ihr Leben verändern können indem sie ihre innere Haltung ändern.
00:21:36: Und vielleicht lässt sich dieser Gedanke für das Thema Entscheidungen noch erweitern.
00:21:40: Jede Entscheidung, die du heute triffst, gestaltet den Menschen der du morgen sein möchtest Denn am Ende besteht unser Leben nicht nur aus den großen Momenten Es besteht aus den unzähligen Entscheidungen dazwischen.
00:21:55: und damit sind wir für heute am Ende.
00:21:58: Vielen Dank dass Du Dir wieder Zeit genommen hast und wie immer gilt wenn Du Fragen an Regungen Feedback oder auch Gedanken zu dieser Folge oder auf Fragen hast, freue ich mich über eine Nachricht an die Mailadresse in den Shownots.
00:22:11: Bis zur nächsten Woche da habe ich wieder einen Gast bei mir!
00:22:15: Ich verrate noch nicht so viel.
00:22:16: es wird dabei eine extrem spannende Folge.
00:22:18: lasst es dir gut gehen bleibe wahrnehmungsfähig.
00:22:21: diese Rene des Körpers der Podcast ja deine Sinne schärft und dich lehrt auf deinen Körper zu einem bleibt gesund.
Neuer Kommentar